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„Führende Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland“ veröffentlicht
12.05.2022

Zeitarbeit deutlich gewachsen

Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland wächst 2021 trotz anhaltender Pandemie und Lieferkettenprobleme deutlich. Alle 25 führenden Dienstleister steigerten 2021 die Umsätze gegenüber dem Vorjahr, teilte das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder GmbH jetzt in einer Presseveröffentlichung mit. Das erste Mal seit der Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnen damit alle 25 führenden Unternehmen ein Wachstum. Zuletzt sei dies im Geschäftsjahr 2011 gelungen. Die Umsätze stiegen 2021 laut Lünendonk & Hossenfelder durchschnittlich um 20,9 Prozent gegenüber 2020. Im Vorjahr sei die Entwicklung im Durchschnitt um 16,4 Prozent rückläufig gewesen.

Rund die Hälfte der Listenunternehmen haben wieder das Umsatzniveau des Jahres 2019 – und damit vor der Corona-bedingten Krise – erreicht oder übertroffen.
Rund die Hälfte der Listenunternehmen haben wieder das Umsatzniveau des Jahres 2019 – und damit vor der Corona-bedingten Krise – erreicht oder übertroffen.

Rund die Hälfte der Listenunternehmen haben, so die Mitteilung, wieder das Umsatzniveau des Jahres 2019 – und damit vor der Corona-bedingten Krise – erreicht oder übertroffen. Die kumulierten Umsätze der Top 25 liegen im Jahr 2021 mit rund 9.326 Millionen Euro nur noch rund zwei Prozent unterhalb des Vorkrisenniveaus von 2019 (9.554 Millionen €). Aufgrund des hohen Kurzarbeiteranteils im Jahr 2020 sei die Anzahl der intern und extern Beschäftigten nicht so deutlich wie der Umsatz gestiegen.

Hohe Dynamik

Die Zusammensetzung der führenden 25 Unternehmen bleibe konstant, jedoch herrsche bei der Platzierung eine hohe Dynamik. Randstad verzeichne mit einem Umsatzplus von 21,3 Prozent das absolut größte Wachstum der 25 Listenunternehmen. Mit einem Umsatz von 1.895 Millionen Euro (plus 333,0 Millionen Euro) baue das Unternehmen mit Deutschlandsitz in Eschborn den Abstand zur zweitplatzierten Adecco (plus 9,8 Prozent, 2021: 1.217 Millionen €) aus.

Enges Ranking

Auf Rang drei folge unverändert zum Vorjahr Persona Service aus Lüdenscheid (739,5 Millionen €) mit einem Wachstum von 32,7 Prozent. Manpower halte mit einem Umsatz von 544,9 Millionen Euro Rang vier (plus 1,5 Prozent). Die Top 5 komplettiere erstmals House of HR Germany, die unter anderem aufgrund einer Übernahme auf 483,8 Millionen Euro gewachsen sei (plus 21,8 Prozent). Im Vorjahr erreichte die Muttergesellschaft von Timepartner und Zaquensis Rang sechs im Ranking.

Hohes Umsatzplus

Drei Unternehmen erreichen ein Wachstum von über 40 Prozent: Dekra Arbeit (47,8 Prozent, Rang 6), Tempton (43,2 Prozent, Rang 8) und Office People (40,3 Prozent, Rang 14). Auf den weiteren Listenrängen sind die Abstände teilweise sehr gering: Amadeus FiRe (Rang 13) und Office People (14) trennen lediglich 400.000 Euro Umsatzdifferenz. Noch geringer sei der Abstand zwischen PEAG (156,1 Millionen €, Rang 18) und Actief (156,0 Millionen €, 19). Bindan (126,1 Millionen €, 22), Arwa (126 Millionen €, 23) und die Job AG (125,9 Millionen €, 24) trennen jeweils lediglich 100.000 Euro. Das Ranking wird komplettiert von Iperdi aus Weinheim auf Rang 25 mit 120,7 Millionen Euro. Für den Einstieg in die Lünendonk-Liste sind somit 22,9 Millionen Euro an Umsatz mehr notwendig als noch 2021.

Indikator für Personalbedarf

Lünendonk-Partner Thomas Ball ordnet die Ergebnisse ein: „Die starke Entwicklung der Unternehmen ist ein Indikator für den großen Personalbedarf der deutschen Wirtschaft, den sie aus eigener Kraft nicht kurzfristig decken kann oder möchte. Die 82 von Lünendonk analysierten Unternehmen verzeichnen einen Auftragszuwachs von 1,8 Milliarden Euro. Davon entfallen allein 1,5 Milliarden Euro auf die Top 25.“

Vertrauen auf Kompetenz

Getrieben vom Personal- und Fachkräftemangel fragen Kunden vermehrt Personalvermittlung nach. Drei Prozent der Umsätze aller teilnehmenden Zeitarbeitsunternehmen entfallen inzwischen auf die Direktvermittlung. Lünendonk-Beraterin Lena Krumm kommentiert: „Die Komplexität der Rekrutierung und der damit verbundene Zeitaufwand sind zuletzt immer weiter gestiegen. Viele Unternehmen können dies nicht mehr mit internen Ressourcen bewältigen und vertrauen auf die Kompetenz der Personaldienstleister.“ Entscheidend für die Beauftragung seien häufig ein großes Vertrauen und die Wertschätzung der Bestandspartner: Rund 60 Prozent der Vermittlungsaufträge seien Zusatzaufträge im Rahmen bestehender Kundenbeziehungen aus dem Zeitarbeitsgeschäft.

Die ersten Ergebnisse der Lünendonk-Liste 2022 „Führende Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland“ und das Ranking der 25 führenden Anbieter im Markt stehen ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download bereit. (WLI)

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