Direkt zum Inhalt

Benutzeranmeldung

kopf_aktuelles.jpg

200 Teilnehmer beim iGZ-Landeskongress-Nord in Lübeck
13.11.2019

Wachsende Herausforderungen für die Zeitarbeitsbranche

Die wirtschaftliche Situation im Norden Deutschlands stand im Fokus des Gesprächs von Christian Baumann, iGZ-Bundesvorsitzender, Oliver Nazareth, iGZ-Landesbeauftragter in Schleswig-Holstein, und Jürgen Sobotta, iGZ-Landesbeauftragter in Niedersachsen, zur Eröffnung des iGZ-Landeskongresses Nord in Lübeck.

Der iGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann und die Landesbeauftragten Jürgen Sobotta sowie Oliver Nazareth sprachen, moderiert von Marcel Speker (v.l.) über die Situation der Zeitarbeit in Norddeutschland.
Der iGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann und die Landesbeauftragten Jürgen Sobotta sowie Oliver Nazareth sprachen, moderiert von Marcel Speker (v.l.) über die Situation der Zeitarbeit in Norddeutschland.

Oliver Nazareth erläuterte vor rund 200 Teilnehmern die wirtschaftlichen Bedingungen im Norden, die sich durch die Langfristigkeit von Aufträgen – beispielsweise im Schiffbau – von anderen Wirtschaftszweigen deutlich unterscheiden.

Digitalisierung

Jürgen Sobotta unterstrich, dass sich die Jobsuchenden auf dem Bewerbermarkt mittlerweile aussuchen könnten, wo sie arbeiten. Hinzu komme die zunehmende Digitalisierung, die das Recruiting zusätzlich erschwere - mit der Technisierung, so der Landesbeauftragte, wachsen auch die beruflichen Anforderungen selbst schon für ungelernte Hilfskräfte. Arbeitgeber seien zunehmend gefordert, die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze besonders herauszustellen. Wer beim Recruiting weitermache wie in den vergangenen 20 Jahren, sei ganz klar auf der Verliererstraße.

Wachsende Herausforderungen

Christian Baumann richtete den Blick auf die Stimmungen bei Unternehmen, Märkten und Arbeitnehmern – und die sei vor allem bei den Zeitarbeitgebern nicht rosig. Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen habe die Branche ebenfalls mit den wachsenden regulatorischen Bedingungen zu kämpfen. Zeitarbeit müsse lernen, mit den laufend neuen Herausforderungen umgehen zu können. „Die Branche ist deutlich besser als das, was ihr attestiert wird“, erklärte Baumann. Der Ton habe sich allerdings inzwischen auch geändert, denn vielfach werde auch gesehen, welche Leistungen die Zeitarbeit täglich vollbringe.

Fragwürdige Forderungen

In diesem Zusammenhang verwies der iGZ-Bundesvorsitzende auch auf den beginnenden Wahlkampf. Sehr ärgerlich sei, dass sich manche Politiker die Zeitarbeit zum Thema machen, obwohl sie eigentlich überhaupt keine fachliche Ahnung davon haben. Beispiel sei die Forderung aus Berlin nach dem Verbot der Zeitarbeit in der Pflegebranche. Kommunikationsversuche seitens der Zeitarbeit würden derzeit vollkommen abgeblockt und die Verbotsforderung medienwirksam an die Öffentlichkeit gebracht.

Mitmach-Kampagne

Moderator Marcel Speker, Leiter iGZ-Fachbereich Kommunikation und Digitalisierungsbeauftragter, appellierte an die Mitglieder sich an der iGZ-Mitmachkampagne „Zeitarbeit. Eine gute Wahl“ zu beteiligen, um bundesweit auch entsprechend Wirkung erzielen zu können. Die bisherigen Bestrebungen zeigen laut Speker bereits Wirkungen. (WLI)

Sie könnte auch interessieren

13.11.2019 Flüchtlingsbeschäftigung: Bürokratie kritisiert
13.11.2019 Innovative Personalkonzepte vorgestellt

Neueste Artikel