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IAB untersuchte Erfolg mitarbeiterorientierter Maßnahmen
07.07.2016

Personalentwicklung fördert Mitarbeiterbindung

Dass die iGZ-Projektgruppe „Prozess der Personalentwicklung in der Zeitarbeit“ (ProPeZ) auf dem richtigen Weg ist, ist jetzt auch von der Wissenschaft bestätigt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fand in einer groß angelegten Studie heraus: Personalentwicklung fördert die Mitarbeiterzufriedenheit und -verbundenheit mit dem Arbeitgeber.

In Betrieben mit mitarbeiterorientierten Maßnahmen wie Angeboten zum Gesundheitsschutz, Qualifizierungsangeboten oder regelmäßigen Mitarbeitergesprächen sind die Beschäftigten zufriedener, engagierter und denken seltener über einen Arbeitgeberwechsel nach, schreibt das IAB in einer Pressemitteilung.

Gesundheitsförderung

Acht von zehn Betrieben steuern Belastungen am Arbeitsplatz entgegen, indem sie beispielsweise Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Gesundheitsförderung anbieten, die über die gesetzlich verpflichtenden Maßnahmen hinausgehen. Mehr als die Hälfte der Betriebe analysiert den Krankenstand im Betrieb. Je ein Drittel führt Mitarbeiterbefragungen zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz durch oder hat innerbetriebliche Angebote wie etwa eine aktive Pausengestaltung, Betriebssport oder Gesundheitstage. Schulungen und Beratungen werden von mehr als einem Viertel der Betriebe angeboten, externe Gesundheitsangebote werden von einem Sechstel finanziell unterstützt.

Belastungen verringern das Wohlbefinden

„Auf Dauer können körperliche und psychische Belastungen am Arbeitsplatz ein Gesundheitsrisiko darstellen. Zwar sind Beschäftigte, die von Termindruck und Multitasking oder von einer schwer zu bewältigenden Menge an Information berichten, nicht häufiger krank als andere Beschäftigte; sie äußern aber zum Befragungszeitpunkt ein schlechteres allgemeines Wohlbefinden“, schreiben die IAB-Forscher in der Studie.

Gesundheitsförderung schafft Zufriedenheit

Betriebe können ihren Beschäftigten durch das Angebot von Gesundheitsmaßnahmen zeigen, dass sie sich der bestehenden Belastungen bewusst sind und auf diese reagieren, so die Arbeitsmarktforscher. Sie betonen: Beschäftigte in Betrieben, die das gesundheitsbewusste Verhalten ihrer Mitarbeiter fördern, sind im Durchschnitt zufriedener. Gesundheitsförderung sei allerdings nur ein Teilaspekt guter Personalführung und bestimme damit letztlich auch nur einen Teil der subjektiv empfundenen Arbeitsqualität von Beschäftigten.

Entwicklungsförderung relevant

Neben dem richtigen Umgang mit potenziellen Belastungen bei der Arbeit hänge Arbeitsqualität maßgeblich mit Entwicklungsförderung und Wertschätzung durch den Betrieb zusammen. „Beschäftigte in Betrieben, die dies in ihren Personalmaßnahmen berücksichtigen, sind zufriedener und engagierter, fühlen sich stärker ihrem Arbeitgeber verbunden und denken deutlich seltener über einen Arbeitgeberwechsel nach“, erklären die Arbeitsmarktforscher. Die IAB-Studie beruht auf Befragungen von mehr als 7.000 Beschäftigten und rund 1.000 Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern.

iGZ-Projektgruppe ProPeZ

Die iGZ-Projektgruppe ProPeZ untersucht, wie Zeitarbeitsunternehmen die Entwicklung ihrer Beschäftigten analysieren, dokumentieren und optimieren können. Sie erarbeitet unter anderem Bewertungskriterien zur Kompetenzerfassung der Zeitarbeitskräfte und Formblätter zur praktischen Umsetzung. (ML)

Weitere Informationen zu ProPeZ gibt es in dem Vortrag, den iGZ-Bundesvorstandsmitglied Christian Baumann beim iGZ-Forum Personalmanagement gehalten hat.

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