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IW untersucht Fachkräftemangel
12.01.2022

Ohne Migranten größere Engpässe

Die deutsche Wirtschaft sieht sich zusehends mit einem stetig wachsenden Fachkräftemangel konfrontiert – „ohne Migranten wären die Engpässe deutlich dramatischer“, stellt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) anhand der Ergebnisse seiner jüngsten Studie fest. In der Zeitarbeitsbranche ist der Einsatz von diesen Fachkräften Alltag: 39,8 Prozent der Zeitarbeitnehmer haben einen Migrationshintergrund, und der Anteil der Zeitarbeitnehmer aus den Fluchtländern an allen ausländischen Zeitarbeitnehmern ist 2020 bis Dezember auf 18 Prozent gestiegen.

Die Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund gehört in der Zeitarbeitsbranche zum Alltag - „ohne Migranten wären die Engpässe deutlich dramatischer“, stellt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) anhand der Ergebnisse seiner jüngsten Studie fest.
Die Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund gehört in der Zeitarbeitsbranche zum Alltag - „ohne Migranten wären die Engpässe deutlich dramatischer“, stellt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) anhand der Ergebnisse seiner jüngsten Studie fest.

Vor allem in den Sparten Gastronomie und Logistik arbeiten die meisten qualifizierten Migranten – dennoch fehlen bundesweit nach wie vor rund 12.000 Berufskraftfahrer und 4.200 Gastronomie-Fachkräfte.

Situation verschärft

Mit der Corona-Krise und dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 sank die Anzahl der Fachkräfteengpässe laut Institut bei den Berufskraftfahrern rapide. Von April 2020 bis Mai 2021 gab es rein rechnerisch keine unbesetzten Stellen deutschlandweit, für die nicht mindestens ein arbeitsloser Kandidat in Frage kam. Seitdem habe sich die Situation wieder deutlich verschärft: Im Oktober 2021 gab es laut Berechnungen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung am IW fast 12.000 offene Stellen für Berufskraftfahrer, die nicht besetzt werden können.

Synergieeffekte

Die Zeitarbeitsbranche steuert bereits gegen: Mit Kooperationen zwischen Fahrschulen und Zeitarbeitsunternehmen werden neue Kräfte gezielt – häufig in Asbsprache mit den Kundenunternehmen – aus- oder weitergebildet und dann passgenau eingesetzt. Ohne Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sähe die Situation noch viel schlechter aus. Jeder vierte qualifizierte Berufskraftfahrer habe eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Lockdown belastete Gastronomie

Der zweitbeliebteste Beruf unter Migranten sei die Gastronomie. 91.000 Gastronomiefachkräfte und somit knapp jeder Dritte habe eine ausländische Staatsangehörigkeit. Nachdem die Branche von Frühjahr 2020 bis Juni 2021 einen starken Rückgang durch die Corona-Schließungen zu verzeichnen hatte, steigen die Fachkräfteengpässe seit Frühjahr 2021 wieder. Im Oktober 2021 fehlten, so das IW, fast 4.200 Fachkräfte. Viele Gastronomen müssen auch nach dem Lockdown ihre Lokale, zumindest tageweise, geschlossen lassen. (WLI)

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