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Neue Projektgruppe startet bald
17.10.2018

Nachhaltigkeit in der Zeitarbeitsbranche

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften gelingen? Und was haben Zeitarbeitsfirmen damit zu tun? Der Fall um RWE und den Hambacher Forst zeigt: Die Kunden legen nicht nur Wert auf billigen Strom, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind Themen, die längst nicht nur Großkonzerne betreffen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen der Zeitarbeitsbranche sollten sich mit dem Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) auseinandersetzen.

Die Kunden legen nicht nur Wert auf billigen Strom, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind Themen, die längst nicht nur Großkonzerne betreffen.
Die Kunden legen nicht nur Wert auf billigen Strom, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind Themen, die längst nicht nur Großkonzerne betreffen.

Während es bei RWE scheint, als ständen sich wirtschaftliche Interessen und Nachhaltigkeit unvereinbar gegenüber, geht es bei CSR gerade darum, Nachhaltigkeit und Wirtschaften miteinander zu verbinden. Dadurch, dass Unternehmen verantwortlich handeln, sollen sowohl sie als auch die Gesellschaft profitieren. Das Konzept umfasst drei Säulen: wirtschaftliche Nachhaltigkeit, soziale Nachhaltigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Ziel ist es, die Wirkung eines Unternehmens in diesen drei Bereichen gezielt zu analysieren und positiv zu beeinflussen.

Erfolgreiche CSR erfordert durchdachtes Konzept

Dabei geht es nicht um punktuelle Unterstützung, wie auch bei RWE deutlich wird: Als Ersatz für den lediglich 200 Hektar umfassenden Hambacher Forst wurden über 1.500 Hektar neu aufgeforstet. Die Aktivisten nehmen dies jedoch nur als einzelne PR-Maßnahme wahr und nehmen RWE nicht ab, ernsthaft am Klimaschutz interessiert zu sein. Den Kindergarten im Nachbarort zu sponsern, aber den eigenen Mitarbeitern keine familienfreundlichen Arbeitszeitmodelle anzubieten, wird ebenso auf ein Glaubwürdigkeitsproblem hinauslaufen. Erfolgreiche CSR erfordert daher ein durchdachtes Konzept.

Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten erwarten ebenso wie die Gesellschaft, Investoren und Politik, dass Unternehmen die gesellschaftlichen Auswirkungen ihres Handelns bedenken. Nehmen sich Unternehmen dieser Herausforderung an, haben sie bessere Chancen, sich positiv von anderen Unternehmen im Markt abzuheben. Die Mitarbeiterbindung steigt, die Arbeitgeberattraktivität und auch einige neue Aufträge können so vielleicht gewonnen werden. Trotzdem bleibt CSR gerade für kleine und mittelständische Unternehmer ein unkonkretes, neu-modernes Konstrukt.

Verantwortungsbewusstsein im Arbeitsalltag

Hier bietet das Konzept des ehrbaren Kaufmanns eine Orientierung. Tugenden wie Integrität, Ehrlichkeit, Fleiß, Anstand, Respekt, Rechtstreue, Loyalität, Verantwortungsbewusstsein, langfristiges Denken und Verlässlichkeit zeichnen das Bild des ehrbaren Kaufmanns aus. Diese gilt es in den Arbeitsalltag und in die Abläufe des Unternehmens zu integrieren. Die neuere Sichtweise legt zusätzlich großen Wert auf Umweltfreundlichkeit und Naturschutz. Das fängt bei recyceltem Papier an und hört bei einer energetischen Sanierung der Büroräume noch nicht auf. Der iGZ wird hier Ideen, Anregungen und Hinweise erarbeiten, wie Zeitarbeitsunternehmen CSR umsetzen können.

Wer interessiert ist an der iGZ-Projektgruppe zum Thema CSR mitzuarbeiten, kann sich an Antonia Aulbert unter Tel. 0251/ 322 62 124 oder per E-Mail unter aulbert@ig-zeitarbeit.de wenden. CSR in der Zeitarbeitsbranche bildet einen Schwerpunkt von mehreren, die der Vorstand während der laufenden Amtszeit gezielt angehen möchte. Die Entwicklung und Umsetzung dieses Projektes wird von Petra Eisen, Landesbeauftragtensprecherin, und Werner Stolz, iGZ-Hauptgeschäftsführer, betreut.

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