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FAZ analysierte Koalitionspläne
18.07.2014

Kürzere Beschäftigungsdauer befürchtet

„Unter strengeren Regeln würden nicht nur die Einsatzbetriebe leiden, sondern auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Zeitarbeit den Einstieg in den Arbeitsmarkt bedeutet“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian.

Die FAZ hatte die möglichen Auswirkungen der anvisierten Einschränkungen der Zeitarbeit genauer unter die Lupe genommen. Die geplanten Gesetzesänderungen der Bundesregierung könnten die Beschäftigungsdauern sogar verringern, urteilt das Blatt mit Blick auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ( ) in Nürnberg wurde 1967 als Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit gegründet. Es erforscht den Arbeitsmarkt auf Grundlage zweier gesetzlicher Aufträge, die für den Bereich der Arbeitslosenversicherung im III und für die Grundsicherung für Arbeitsuchende im SGB II geregelt sind. Das IAB macht seine Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich und erteilt unabhängigen Rat an Politik und Praxis.

). Es gebe keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass Zeitarbeit Stammarbeitsplätze verdränge. Eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten aber würde Arbeitsplätze in der Zeitarbeit kosten.

Zeitarbeitskräften verdienen teils mehr

Zudem verwies die FAZ auf die Branchenzuschläge, die eine gesetzliche

Unter equal payment versteht die Branche den Ansatz der gleichwertigen Bezahlung eines Zeitarbeitnehmers, in einer Höhe, wie auch der vergleichbar eingesetzte im entlohnt wird. Das Problem hierbei ist, dass eine wertgleiche Entlohnung oft nur schwer zu erreichen ist, wenn etwa unterschiedliche Urlaubsansprüche, Gewinnbeteiligungen oder andere geldwerte Gehaltsbestandteile mit einzubeziehen sind. Im Grundsatz sieht das eine absolute Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern nach equal payment und vor, die nur durch Anwendung eines Tarifvertrages für die Zeitarbeit abgewandt werden kann.

-Regelung unnötig machen. Denn die Branchenzuschläge sicherten eine schrittweise Lohnangleichung nach einer Einarbeitungsphase in den Bereichen, in denen der iGZ-

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ( ) ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland an. Diese decken alle Branchen und Wirtschaftsbereiche ab. Es gibt jedoch auch Gewerkschaften, die nicht zum DGB gehören. Der DGB versteht sich als Stimme der Gewerkschaften und Arbeitnehmer gegenüber politischen Entscheidungsträgern und Verbänden in Bund, Ländern und Gemeinden und koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivitäten. Er ist von Anfang an dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet. Der DGB wurde am 12. Oktober 1949 in München gegründet.

-Tariflohn unterhalb der Branchenlöhne liege. „Allerdings gibt es auch Branchen – vor allem im Dienstleitungssektor – ohne diese Lohnlücke, nicht selten verdienen Zeitkräfte sogar mehr“, stellt die FAZ klar.

Der Begriff des equal treatment bezeichnet die Gleichbehandlung des Zeitarbeitnehmers in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im Vergleich zum vergleichbar eingesetzten Stamm-Mitarbeiter im Kundenunternehmen. Es geht über die Regelungen des equal pay noch hinaus und ist daher noch schwieriger umzusetzen. Im Grundsatz sieht das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eine absolute Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern nach equal payment und equal treatment vor, die nur durch Anwendung eines Tarifvertrages für die Zeitarbeit abgewandt werden kann.

nicht administrierbar

Sollte das Gesetz von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) noch weiter gehen und auch auf eine komplette Gleichbehandlung abzielen (Equal Treatment), wären neben dem Gehalt auch weitere Aspekte wie Urlaubs- und Vorsorgeregelungen betroffen. Das sei nicht administrierbar, spricht die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian für die Zeitarbeitsbranche. (ML)

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