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Betriebsbefragung zu offenen Stellen
18.02.2021

Institut erwartet insgesamt wirtschaftliche Aufhellung

Im vierten Quartal 2020 gab es bundesweit 1,18 Millionen offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vorjahresniveau vom vierten Quartal 2019 sank die Zahl der offenen Stellen damit um 231.000. Das entspricht einem Rückgang von rund 16 Prozent. Gegenüber dem dritten Quartal 2020 stieg die Zahl der offenen Stellen jedoch um 250.000 oder 27 Prozent an. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Ein deutlicher Stellenanstieg gegenüber dem dritten Quartal ist bei den Betrieben im Verarbeitenden Gewerbe zu beobachten. Hier stieg die Zahl der offenen Stellen im vierten Quartal 2020 auf 119.000 und lag damit 60 Prozent über dem Wert des dritten Quartals.
Ein deutlicher Stellenanstieg gegenüber dem dritten Quartal ist bei den Betrieben im Verarbeitenden Gewerbe zu beobachten. Hier stieg die Zahl der offenen Stellen im vierten Quartal 2020 auf 119.000 und lag damit 60 Prozent über dem Wert des dritten Quartals.

„Die Zahlen bilden das Stellenniveau über das gesamte vierte Quartal ab,“ erklärt IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis in einer IAB-Pressemitteilung. Bis Mitte Dezember waren zunächst nur bestimmte Branchen, wie etwa die Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen vom Lockdown direkt betroffen. „Dadurch sehen wir hier für weite Teile der Wirtschaft noch die Fortsetzung der aufgehellten Entwicklung des dritten Quartals“, so Kubis weiter.

Hoffnung auf Aufwärtstrend

Ein deutlicher Stellenanstieg gegenüber dem dritten Quartal ist bei den Betrieben im Verarbeitenden Gewerbe zu beobachten. Hier stieg die Zahl der offenen Stellen im vierten Quartal 2020 auf 119.000 und lag damit 60 Prozent über dem Wert des dritten Quartals. „Auch wenn die pandemiebedingten Einschränkungen deutliche Spuren in fast allen Bereichen am Arbeitsmarkt hinterlassen, macht die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe Hoffnung auf einen dynamischen Aufwärtstrend nach dem Lockdown“, betont Kubis.

Großer Einbruch

Nach wie vor ist gegenüber dem Vorjahresquartal ein großer Einbruch bei den unternehmensnahen Dienstleistungen, den sonstigen Dienstleistungen sowie im Bereich Verkehr und Lagerei zu beobachten. Das Niveau in den drei Branchen liegt mit zusammen 668.000 offenen Stellen rund 22 Prozent unter dem Wert vom Vorjahresquartal. Zu den sonstigen Dienstleistungen zählt unter anderem das Gastgewerbe, während die unternehmensnahen Dienstleistungen zum Beispiel die Arbeitnehmerüberlassung umfasst.

Schwerpunkt Vertrieb

Laut einer iGZ-Umfrage aus Januar 2021 gewann denn auch der Vertrieb deutlich an Bedeutung: Immerhin 67,1 Prozent der Unternehmen konnten neue Aufträge in den Bereichen Produktion (58,5 Prozent), Logistik (47,5 Prozent) und Dienstleistungen (35,1 Prozent) akquirieren. 20 Prozent der Unternehmen berichten über neue Einsätze im Gesundheitsbereich. Nur knapp 50 Prozent der Zeitarbeitsunternehmen musste mit Kündigungen auf die Auftragssituation reagieren. Im Baugewerbe, den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistung, der öffentlichen Verwaltung sowie dem primären Sektor gibt es mit zusammen 225.000 offenen Stellen annähernd so viele unbesetzte Arbeitsplätze wie im Vorjahresquartal.

Zeitreihen

Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im vierten Quartal 2020 lagen Antworten von rund 20.100 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor. Die Zeitreihen zur Zahl der offenen Stellen auf Basis der IAB-Stellenerhebung sind unter http://www.iab.de/stellenerhebung/daten online veröffentlicht. (WLI)

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