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Neue Perspektiven - Zeitarbeitstarife
17.03.2004

iGZ-Bundeskongress Leipzig 2004

Beim Leipziger iGZ-Bundeskongress am 17. März wurde der bisherige stellvertretende Bundesvorsitzende Bert Dijkhuizen mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vorstandsvorsitzenden des iGZ e.V. gewählt.

Damit hat der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen einen erfahrenen Mann aus der Praxis gewonnen, der den iGZ souverän durch die tarifierte Zeitarbeit lenken wird.

Dijkhuizen kann auf langjährige Erfahrungen aus der Arbeitsmarktbranche zurückblicken: 1982 bis 1991 war er Direktor des Arbeitsamtes Winterswijk (NL) bevor er fünf Jahre als Geschäftsführer von START Zeitarbeit in Gronau und Duisburg fungierte. 1997 stieg Dijkhuizen als Mitgesellschafter in die SOVEA Zeitarbeit GmbH in Ahaus ein, deren niederländisches Tochterunternehmen Uitzendbureau SOVEA BV Eibergen er seit vier Jahren leitet.

Vorreiter der Zeitarbeit

Vorteilhaft für den iGZ wird sich nicht zuletzt die Herkunft des neuen Bundesvorsitzenden auswirken, denn die Niederlande gelten als europäischer Vorreiter der erfolgreichen Zeitarbeit und nehmen mit einem Anteil von 5 Prozent an den gesamten Beschäftigungsverhältnissen einen deutlich höheren Stellenwert als die Zeitarbeit in Deutschland ein. Mit seinen grenzübergreifenden Kenntnissen wird Dijkhuizen auch die deutsche Zeitarbeit europafest machen. Dijkhuizen garantierte dem iGZ, dass er seine Ziele immer erreiche. Genügend Ausdauer habe er schließlich im Extremsport bewiesen, so kann er beispielsweise auf Erfolge im Marathonlauf zurückblicken.

Beisitzer im Vorstand

Während des iGZ-Bundeskongresses wurden zudem die Ämter des Beisitzers im Vorstand sowie der Kassenprüfer neu gewählt. Die Wahl zum Beisitzer fiel auf Jürgen Nehr (WeNe Pad), Kassenprüfer wurden Ulrike Gewehr (In Time GmbH) und Angelika Palermita (CMC Personal GmbH). Ein besonderer Tagungspunkt war die Wahl zum iGZ-Ehrenvorsitzenden. iGZ-Gründungsmitglied Dietmar Richter wurde einstimmig für dieses Amt gewählt. In der Laudatio wurden Richters Engagement und seine Verdienste für den rasant gewachsenen Stellenwert des Verbandes in der Zeitarbeitsbranche hervorgehoben.

Zukunftsperspektive Zeitarbeit

Nach anregenden Diskussionen in den vier Foren „Zukunftsperspektive Zeitarbeit“, „Arbeitsschutz und VBG-Angelegenheiten“, „Tarifpolitik“ und „Verbandsmarketing“ folgte ein weiterer Höhepunkt des iGZ-Bundeskongresses. Der sächsiche Wirtschaftsministers Dr. Martin Gillo verdeutlichte in einem politischen Grußwort seine Sympathie für die Branche „Zeitarbeit“ und unterstrich ihre Relevanz für den deutschen Arbeitsmarkt. Gillo, selbst ein erfahrener Mann aus der Wirtschaftspraxis, stellte die Bedeutung der Zeitarbeit als Frühindikator der konjunkturellen Entwicklungen heraus und betonte die Vorteile ihrer Flexibilität. Gillo sprach sich deutlich gegen das PSA-Experiment und für die Deregulierung des AÜG aus.

Innovative Möglichkeiten

Gillos Angebot an Dijkhuizen, in Sachsen partnerschaftlich mit der Zeitarbeitsbranche zu kooperieren, nahm der neue iGZ-Bundesvorsitzende mit Begeisterung auf. Der Freistaat Sachsen biete, so Gillo, besonders flexible und innovative Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit. Die hohe Bedeutung der Zeitarbeitsbranche kam in der anschließenden Diskussionsrunde mit dem sächsischen Wirtschaftsminister erneut zur Sprache.

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