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BDWI fordert Berücksichtigung im Fachkräfteeinwanderungsgesetz
05.02.2019

Fachkräfteanwerbung durch Zeitarbeit ermöglichen

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) fordert den Bundestag auf, die Anwerbung von Fachkräften aus dem nichteuropäischen Ausland durch Zeitarbeitsunternehmen zu ermöglichen. Das ist im Fachkräfteeinwanderungsgesetz nicht vorgesehen.

BDWi-Präsident Michael H. Heinz: "Der Bundestag muss das Gesetzgebungsverfahren dringend korrigieren."
BDWi-Präsident Michael H. Heinz: "Der Bundestag muss das Gesetzgebungsverfahren dringend korrigieren."

Darum sei es richtig, so der BDWi in seiner Pressemitteilung, dass die Bundesregierung nicht länger bei der Fachkräfteeinwanderung ausschließlich auf Akademiker setze. In vielen Branchen und insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlen Fachkräfte mit einer klassischen Berufsausbildung. Umso unverständlicher sei es, eine Anwerbung durch Zeitarbeitsunternehmen auszuschließen, die gerade dem Mittelstand bei der Rekrutierung im Ausland helfen könnten. „Das muss der Bundestag im Gesetzgebungsverfahren dringend korrigieren“, fordert BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

Berufliche Ausbildung

„Zeitarbeitsunternehmen haben sich bei der Vermittlung von Fachkräften in Deutschland bewährt. Mehr als die Hälfte der Zeitarbeitnehmer haben eine berufliche Ausbildung oder ein Studium absolviert. Hinzu kommt die interkulturelle Kompetenz im Umgang mit nichteuropäischen Mitarbeitern, denn knapp 34 Prozent aller Zeitarbeitskräfte haben einen ausländischen Pass. Es ist absurd, die Fachkräfteeinwanderung mit einem Gesetz zu fördern und genau die Unternehmen von vornherein auszuschließen, die dafür besonders gut geeignet sind“, erklärt Heinz. (WLI)

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