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iGZ-Summerlounge Baden-Württemberg
18.08.2021

Die "Südallianz" der Zeitarbeitsbranche

Die „Südallianz“ der Zeitarbeitsbranche versammelte sich bei der virtuellen iGZ-Summerlounge Baden-Württemberg. So nannte Martin Liebert, iGZ-Landesbeauftragter Baden-Württemberg, den Austausch und das Zusammentreffen der Mitglieder aus dem Bundesland und den hinzugeladenen Teilnehmenden aus Bayern. Referierende stellten aktuelle Rechtsthemen und die politischen Entwicklungen angesichts der Bundestagswahl vor. 

Live aus Münster klärt der Rechtsexperte des Verbandes, Eric Odenkirchen, über die juristische Lage auf.
Live aus Münster klärt der Rechtsexperte des Verbandes, Eric Odenkirchen, über die juristische Lage auf.

Die Veranstaltung eröffnete der neue Leiter des iGZ-Fachbereichs Kommunikation, Jens Issel, mit einem Plädoyer: „Die Zeitarbeit muss aus dem Rahmen fallen.“ Nicht nur auf das tägliche Kerngeschäft der Branche komme es an, sondern auch auf die Verpackung der Tätigkeit. In der Zeitarbeit sehe er ungenutztes Potenzial, sich in der Gesellschaft positiver darzustellen, denn das Imageproblem bestehe schon länger: „Der Rahmen aus den Achtzigern ist bis heute übertragen worden.“ iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz äußerte sich zu diesem Thema in einem aktuellen Blogbeitrag.

Neues aus Berlin

Kurz vor der Bundestagswahl konkretisieren sich die Positionen der Parteien, berichtete Benjamin Teutmeyer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs politische Grundsatzfragen. So erhielt der iGZ beispielsweise alle Antworten auf die Wahlprüfsteine – Fragen des Verbandes in Bezug auf Zeitarbeit. Überraschend sei unter anderem die Bereitschaft vieler Parteien, das Schriftformerfordernis zu reformieren oder ganz zu streichen. Teutmeyer stellte jedoch klar, dass auf dem Weg vom Wahlprogramm bis zu den Koalitionsverhandlungen und dem letztendlichen Regierungshandeln einige Versprechungen und Vorhaben verloren gehen könnten.

Gesamtschutz vor dem EuGH

Das Thema „Gesamtschutz“ beschäftigt die Zeitarbeitsbranche weiterhin. iGZ-Fachbereichsleiter für Arbeits- und Tarifrecht, Eric Odenkirchen, resümierte das aktuelle Verfahren vor dem Europäischem Gerichtshof und skizzierte verschiedene Fälle der Rechtsprechung. Auch in einem „Worst-Case-Scenario“ sieht der Jurist einen Lichtblick: „Der Fehler könnte am Ende trotzdem beim Gesetzgeber liegen.“ Außerdem nutzte Odenkirchen seinen Vortrag, um vor üblichen juristischen Fehlern bei Arbeitszeitkonten zu warnen.
Mit der Perspektive baldiger Präsenzveranstaltungen – wie PERSONAL.PRAXIS.WEST.HYBRID. am 8. September - verabschiedete sich der Verband von den Teilnehmenden. (GB)
 

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