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Überlassungshöchstdauer belastet Zeitarbeitnehmer
20.12.2018

„Chance auf Übernahme beraubt“

Einsatzende nach 18 Monaten – das geht vielen Zeitarbeitnehmern gegen den Strich. Denn es bedeutet in den meisten Fällen: eine geringere Gehaltsgruppe, der Verlust von Branchenzuschlägen sowie der Verlust einer Arbeit, die Spaß macht.

Staplerfahrer tragen eine hohe Verantwortung während ihrer Arbeit. (Symbolbild)
Staplerfahrer tragen eine hohe Verantwortung während ihrer Arbeit. (Symbolbild)

Sascha Meuser ist einer von vielen Betroffenen. Der 41-Jährige ist über das iGZ-Mitgliedsunternehmen „ZAQUENSIS GmbH“ als Staplerfahrer eingesetzt. Aufgrund der Überlassungshöchstdauer musste Meuser die Firma verlassen, da das Kundenunternehmen zu diesem Zeitpunkt keine Festanstellung anbieten konnte. Dies wäre zu einem späteren Zeitpunkt allerdings möglich gewesen.

Gehaltseinbußen

Barbara van de Mortel, Leiterin des Service-Centers „ZAQUENSIS GmbH“, hat für den 41-Jährigen zum Glück eine neue Stelle gefunden. Dort wurde er zwar in dieselbe Gehaltsklasse eingruppiert, aber die Branchenzuschläge fallen weg. Das sind rund 600 Euro weniger Gehalt pro Monat.

Belastende Ungewissheit

„Dieses Schicksal zeigt aus meiner Sicht eindeutig, dass ein wertvoller Mitarbeiter aufgrund der Höchstüberlassungsdauer seiner Chance zur Übernahme ‚beraubt‘ wurde“, kritisiert van de Mortel. Denn ob Meuser nach der dreimonatigen Sperrfrist wieder zurück in sein altes Einsatzunternehmen kann, steht noch nicht fest. Gerade diese Ungewissheit belastet ihn sehr. (SB)

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