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IAB stellt Studie zur sinkenden Arbeitslosigkeit vor
14.08.2014

Bewährter Jobmotor Zeitarbeit

Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken – „in Richtung Vollbeschäftigung?“, fragt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seiner jüngsten Studie zur Arbeitslosigkeit. Zu den positiven Zahlen maßgeblich beigetragen haben dürfte die Zeitarbeitsbranche als echter Jobmotor:

„Mitte der 70er-Jahre“, stellt das IAB fest, nahm die Arbeitslosigkeit mit jeder Rezession stufenförmig immer weiter zu. Zu den Hintergründen zählen laut Studie Arbeitsmarktdynamik, Arbeitskräftenachfrage, Verfestigung von Arbeitslosigkeit, struktureller Wandel und Entwicklung des Arbeitsangebots.

Stammpersonal gehalten

Erstmals nach 2005 sei es zu einer nachhaltigen Trendumkehr gekommen. In der schweren Rezession der Jahre 2008/2009 habe sich die Arbeitslosigkeit kaum erhöht, und mit der wirtschaftlichen Erholung fiel sie noch einmal deutlich. Dabei spielte die Zeitarbeit offenbar eine große Rolle: Laut AÜG-Bericht der Bundesregierung und iGZ-Mittelstandsbarometer nutzten die Wirtschaftsunternehmen in der Rezession die Möglichkeit, das eigene Stammpersonal zu halten. Die frei gewordenen Zeitarbeitnehmer konnten großteils dank Kurzarbeitergeld und Weiterbildungsmaßnahmen ebenfalls von den Zeitarbeitsunternehmen gehalten werden.

Wettbewerbsvorteil

Mit erstarkender Konjunktur kristallisierte sich die Qualifizierung als Wettbewerbsvorteil heraus. Zeitarbeitnehmer wurden von den Kundenunternehmen der Branche zunehmend wieder beschäftigt und mit Stabilisierung der Wirtschaftslage auch vermehrt ins eigene Stammpersonal der Firmen übernommen – dieser sogenannte Klebeeffekt schnellte auf über 30 Prozent hoch und hat sich, so das iGZ-Mittelstandsbarometer, aktuell bei 35 Prozent etabliert.

Risiko Arbeitslosigkeit

„Vollbeschäftigung“, so das IAB, „heißt allerdings nicht null Prozent Arbeitslosigkeit. Über die genaue Höhe gibt es keine Übereinkunft. Klar ist aber: Ein gewisses Maß an Arbeitslosigkeit ist unvermeidbar“. Überdurchschnittlich seien Personen ohne abgeschlossene Ausbildung von der Arbeitslosigkeit betroffen. Fehlende Ausbildung sei ein eklatantes Arbeitslosigkeitsrisiko, zumal der Arbeitsmarkt mit der Bildungsexpansion grundsätzlich anders orientiert sei. Zudem dürfte der Bedarf an Arbeitnehmern ohne abgeschlossene Ausbildung auch weiterhin zurückgehen, schätzt das IAB.

Steigende Anforderungen

Auch in der Zeitarbeit steigen, spätestens seit Einführung der Branchenzuschläge, die Anforderungen an die Zeitarbeitnehmerschaft – der eklatante Fachkräftemangel kommt erschwerend hinzu. Viele Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, bieten Qualifizierungen und Seminare an. Auch der iGZ ist aktiv und stellt seinen Mitgliedern unter anderem den iGZ-Kompetenzpass zur Verfügung, mit dem die Qualifizierungen, Fähigkeiten und Arbeitseinsätze der Mitarbeiter dokumentiert werden können.

iGZ-Weiterbildungskongress

Außerdem findet am Dienstag, 21. Oktober 2014, zum zweiten Mal der iGZ-Weiterbildungskongress in Karlsruhe im Kongresszentrum am Festplatz 9 statt, in dessen Rahmen zahlreiche Experten unter anderem in Workshops wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema Weiterbildung (Weiterbildungskongress 2013) vorstellen. (WLI)

Die IAB-Studie steht im Anhang zum Download.

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