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Schwächelnde Konjunktur wirkt sich auf Zeitarbeit aus
12.09.2019

Arbeitgeber unter Druck

Seit jeher gilt die Zeitarbeitsbranche als Konjunkturbarometer der deutschen Wirtschaft. Einbrüche und Auftragsrückgänge machen sich stets zuerst bei den Zeitarbeitsunternehmen bemerkbar. In diesem Jahr sind die Zeitarbeitsunternehmen offenbar wieder stärker von der schwächelnden Konjunktur betroffen. Die von den Unternehmen gemeldeten Zahlen zum zweiten Quartal fallen laut einer Lünendonk-Pressemitteilung stark ab.

Hut nehmen wegen starker Auftragsrückgänge heißt es derzeit vor allem in der Automobilindustrie.
Hut nehmen wegen starker Auftragsrückgänge heißt es derzeit vor allem in der Automobilindustrie.

In der Liste der 25 führenden Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen registriert beispielsweise Manpower mit einem Minus von 30 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 den größten Verlust. Adecco verliert, so Lünendonk, 18 Prozent, Marktführer Randstad notiert ein Minus von 15 Prozent.

Umsatzrückgang

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der erwirtschaftete Umsatz der Branche im Geschäftsjahr 2019 unterhalb der Jahre 2017 und 2018 liegt. 2018 konnten die Firmen wegen des stärkeren Jahresbeginns noch auf Vorjahresniveau abschließen. Die starken Umsatzrückgänge führen die Unternehmen laut Pressemitteilungen in erster Linie auf die Marktabschwächung zurück.

Automobilindustrie

Vor allem die schwache Automobilindustrie habe durch den Handelskrieg und eine geringere Nachfrage Auftragsrückgänge zu verzeichnen. Auch Automobilzulieferer, von denen ein Großteil mittelständische Unternehmen und somit wichtiger Arbeitgeber in Deutschland seien, geraten stärker unter Druck. Stellen werden, so Lünendonk, abgebaut. Davon seien zuallererst die Zeitarbeitnehmer betroffen.

Problem AÜG-Reform

Auch mit den anhaltenden Auswirkungen der regulatorischen Änderungen (AÜG-Reform) haben Personaldienstleister nach wie vor zu kämpfen. Obwohl sich die aktuelle Lage laut ifo-Institut im August leicht verbessert habe, seien viele Indikatoren noch auf Schrumpfung ausgerichtet. (WLI)

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