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„GroKo-Pläne schaffen wirtschaftliche Unsicherheit“

Die politischen Regulierungspläne der Zeitarbeitsbranche schaffen ein hohes Maß an Verunsicherung, findet Sascha Lange, Geschäftsführer des iGZ-Mitglieds Tremonia. Gerade die geplante Höchstüberlassungsdauer werde der Branche und den Beschäftigten mehr schaden als nutzen, prognostizierte er im Interview mit einem regionalen Wirtschaftsportal.

Eine mögliche Begrenzung auf 18 Monate führt laut Lange dazu, dass Kundenunternehmen Verträge nach Ablauf dieser Einsatzdauer beenden, obwohl sie mit den Zeitarbeitnehmern zufrieden waren. Das gefährde zudem die Integration der Zeitarbeitskräfte ins Team der Stammbelegschaft. Außerdem erwartet er, dass Vertretungen bei Familienpflegezeit, Elternzeit oder längerer Erkrankung erheblich schwieriger werden. „Somit werden die Wiedereinstiegschancen am Arbeitsmarkt weiter verringert“, urteilte er gegenüber dem Portal business-on.de.

Wertschätzung auf Kundenseite gestiegen

Bereits seit Anfang 2014 gelte in Westdeutschland ein Branchenmindestlohn in Höhe von 8,50 Euro, zudem sei eine Lohnangleichung binnen neun Monaten tariflich geregelt. Die damalige Tariferhöhung habe auf Kundenseite zu keinen Problemen geführt. „Im Gegenteil, was die Wertschätzung der Arbeitnehmer sowie der geleisteten Arbeit angeht, hat sich in den vergangenen Jahren viel getan“, freut er sich. Kunden seien auf der Suche nach Personal, das flexibel einsetzbar sei und qualitativ hochwertige Arbeit leiste. Schon alleine deswegen müssen die Zeitarbeit mehr zahlen, als es in anderen Branchen üblich sei, so Lange. (ML)