Erfahrungsaustausch intensivieren

Während sich die Hotline Zeitarbeit lediglich an Arbeitnehmer aus NRW richtet, steht die Kontakt- und Schlichtungsstelle bundesweit allen Personen zur Verfügung, die sich über ein iGZ-Mitglied beschweren möchten. Die Mitarbeiter der Hotline Zeitarbeit, ein vom Land NRW finanziertes Projekt, berät die Anrufer und gibt Tipps für das weitere Vorgehen. Die KuSS kann zudem das Zeitarbeitsunternehmen kontaktieren und versuchen, eine einvernehmliche Lösung der Konfliktpartner zu erzielen. „Das geht bei der KuSS weiter als bei uns“, bestätigte Silke Hoffmann von der Hotline Zeitarbeit.

Keinerlei Weisungen des iGZ

Die Art der Anfragen sind ähnlich: Bei den meisten Fragen und Beschwerden gehe es um Branchenzuschläge und Fahrtkostenerstattung, erläuterten Hoffmann und Torsten Oelmann, Oelmann Consulting, der seine Arbeit in der unabhängigen Kontakt- und Schlichtungsstelle vorstellte. Besonders erfreut zeigte sich Hoffmann darüber, dass das Trio der KuSS keinerlei Weisungen des iGZ unterliegt. „Das hatte ich anders erwartet“, gab sie zu.

Maßregelungsverbot

„Außerdem“, betonte Oelmann, „gehen wir nur dann auf ein Zeitarbeitsunternehmen zu, wenn der Arbeitnehmer damit ausdrücklich einverstanden ist.“ Auch das beruhigte Hoffmann, die davon berichtete, dass Zeitarbeitskräfte häufig Angst vor Kündigung hätten, wenn sie sich über ihren Arbeitgeber beschwerten. Hier greife jedoch auch das Maßregelungsverbot, erläuterte iGZ-Verbandsjuristin Cordula Glatthaar die rechtliche Seite.

Austausch intensivieren

Für die Zukunft verabredeten die Berater, sich häufiger zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen. Gerne nahm Hoffmann auch das Angebot von iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz an, dass die Mitglieder der Hotline Zeitarbeit an einem iGZ-Rechtsseminar teilnehmen könnten. Auf der Homepage der Hotline Zeitarbeit wolle man zudem auf die Arbeit der KuSS als ergänzendes Angebot hinweisen, versprach Hoffmann. (ML)