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Employer Branding

Wie hilft eine gute Zeitarbeitgeber-Marke beim Recruiting?

Vom Buzzword zum selbstverständlichen Baustein der Unternehmenskommunikation - auch, wenn sie es nicht immer so bezeichnen, die meisten iGZ-Mitgliedsunternehmen machen es schon: Employer Branding (dt. „Arbeitgebermarkenbildung“). Employer Branding bedeutet, sich als Arbeitgeber so attraktiv zu machen, dass Arbeitnehmer sich für Sie und nicht für die Konkurrenz entscheiden. Arbeitgeber müssen etwas bieten können. Sie müssen öffentlich klar herausstellen, welche Gründe dafür sprechen, bei ihnen zu arbeiten und sich eine gute Position auf dem Bewerbermarkt sichern. Glaubwürdigkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Die Gründe sind vielfältig und liegen häufig im Bereich der so genannten weichen Faktoren: Das Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten oder eine individuelle Betreuung gehören genauso dazu wie Work-Life-Balance-Angebote, Wertschätzung oder Entwicklungsmöglichkeiten. Gerade der letzte Aspekt ist laut der Randstad Employer Brand Research 2019 enorm wichtig bei der jungen Generation. Ebenso relevant für die Generationen Y und Z ist eine digitale Infrastruktur wie z.B. Online-Lernangebote. Ein starker Magnet - gerade für Höherqualifizierte - sind interessante Einsatzunternehmen. Vielleicht gelingt es Ihnen, Ihre Kunden auf Ihren Social Media-Kanälen vorzustellen oder sie um ein Statement über Sie als Dienstleister zu bitten, das Sie beispielsweise auf Ihrer Website veröffentlichen können.

Um jede einzelne Arbeitskraft gebuhlt werden muss

Natürlich sind auch monetäre Anreize wie das Gehalt oder Boni nicht unwichtig, aber je mehr um jede einzelne Arbeitskraft gebuhlt werden muss, desto mehr sind weiche Zusatzfaktoren bei der Wahl für oder gegen einen neuen Arbeitgeber das Zünglein an der Waage. Auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu sind die Kriterien, die eine Arbeitgebermarke prägen können, in die Rubriken Unternehmenskultur, Vielfalt, Arbeitsumgebung und Karriere gegliedert. Hier finden Sie jede Menge Anregungen dafür, was eine Arbeitgebermarke formen kann.

Botschafter Ihrer Arbeitgebermarke

Stellen Sie die Aspekte, die für Sie als Arbeitgeber sprechen, auf Ihrer Website, Ihren Messe-Displays, in Ihren Broschüren, bei Facebook etc. heraus. Wie macht man das am besten? Sehr glaubwürdig ist es, wenn Sie Ihre externen und internen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen lassen. Dreh- und Angelpunkt in der Zeitarbeit sind ja die Menschen. Und was wirkt glaubwürdiger als die ehrliche Aussage eines Mitarbeiters (engl. Testimonial), die belegt, dass es sich in Ihrem Unternehmen gut arbeiten lässt? Der iGZ hat dafür im Rahmen der aktuellen Kampagne „Zeitarbeit: Eine gute Wahl.“ ein Foto-Tool entwickelt, mit dem Sie zusammen mit Ihrer Arbeitskraft ein Foto mit Zitat erstellen und es für Ihre Website oder Ihren Social Media-Auftritt nutzen können. Laden Sie ein Porträt Ihrer/Ihres Zeitarbeitnehmerin/Zeitarbeitnehmers hoch und stellen Sie daneben einen kurzen Text, aus dem hervorgeht, dass es Spaß macht, bei Ihnen zu arbeiten. Ihre Zeitarbeitskraft wird sich wertgeschätzt fühlen und Freunden und Bekannten davon erzählen… und dadurch zu einem Botschafter Ihrer Arbeitgebermarke. Für Stellenanzeigen bedeutet das grundsätzlich, nicht wie gewohnt die Anforderungen an den Bewerber in den Vordergrund zu stellen, sondern die Angebote an ihn. Sie sollten in erster Linie betonen, welche Vorteile Sie für den potenziellen neuen Mitarbeiter bereithalten. Versetzen Sie sich dabei einfach in die Rolle des Bewerbers!

Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility

CSR fördert die Markenbildung als Arbeitgeber. Viele Zeitarbeitsfirmen sind bereits im Bereich CSR aktiv, ohne es so zu nennen. CSR bedeutet, als Unternehmen in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales über die gesetzlichen Vorgaben hinaus verantwortungsvoll und nachhaltig zu handeln. Kurz gesagt sollten Unternehmen positive gesellschaftliche Beiträge leisten und negative Effekte reduzieren. Um es mit einem kleinen Beispiel zu veranschaulichen: Der Einsatz von recyclebarem Kopierpapier bzw. das papierlose Büro ist ein Beitrag zum Klimaschutz, den sicher schon viele Zeitarbeitsunternehmen umsetzen. Politik und Gesellschaft erwarten mittlerweile nicht nur ein Bekenntnis zur Unternehmerverantwortung, sondern fordern Belege. Immer mehr Unternehmen führen deshalb ein CSR-Management ein. Die Außenwirkung eines Unternehmens wird maßgeblich davon beeinflusst – CSR-Aktivitäten sind also ein wichtiger Beitrag zur Bildung einer Arbeitgebermarke. Gerade die Generationen Y und Z achten darauf, ob ihr zukünftiger Arbeitgeber verantwortlich handelt. Der iGZ arbeitet aktuell an einem Leitfaden für iGZ-Mitglieder, der ihnen hilft, ihre CSR-Aktivitäten herauszustellen bzw. neue Möglichkeiten zu entdecken.

 

Über die Autorin

Nach ihrem Studium an den Universitäten von Münster und Wien promovierte Dr. Jenny Rohlmann an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster im Fach Kunstgeschichte. Sie sammelte vielseitige Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit von Museen, universitären Einrichtungen, Städten und Verbänden. Seit über fünfzehn Jahren engagiert sich Dr. Jenny Rohlmann als Marketingverantwortliche für den iGZ. In der selbstbewussten und klaren Vermarktung von Zeitarbeit gerade gegenüber herausfordernden Zielgruppen und vor dem Hintergrund politischer Neuerungen liegt ihre Kompetenz. Seit Mai 2019 ist sie auch CSR-Beauftragte des Verbandes.