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Wie Auszubildende das Image der Branche verbessern können

Ein Schneepflug schiebt Schnee durch die Gegend.

Der PDK-Azubi als Markenbotschafter

Ein Botschafter (englisch ambassador) ist ein Diplomat und der oberste Beauftragte eines Staates in einem anderen Land. Als persönlicher Repräsentant seines Landes befindet er sich teilweise in einem schwierigen Spagat: Einerseits wird er für die Politik in seinem Heimatstaat mitverantwortlich gemacht (obwohl er darauf aus dem Ausland kaum Einfluss nehmen kann), andererseits soll er gute Beziehungen pflegen und wichtige Informationen über seinen Gaststaat liefern. Und genau so geht es – im übertragenen Sinne – unseren neuen PDK-Azubi-Botschaftern Donika, Jana, Jimmy und Tarek.

Als junge Auszubildende werden sie von der Außenwelt quasi in „Sippenhaft“ genommen für all‘ die Negativ-Schlagzeilen, die einige wenige schwarze Schafe der Branche zuvor produziert haben. Ob Schlecker-Frauen, Werkverträge oder Fleischverarbeitungs-Skandal: immer lautet der Vorwurf der Öffentlichkeit, die Zeitarbeit sei an allem Schuld und man habe es dort vor allem mit Sklaventreibern bzw. dem Menschenhandel zu tun. Damit treten unsere Auszubildenden eine schwierige Mission an: Sie sollen auf der einen Seite die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass Zeitarbeit ein attraktives Arbeitsverhältnis ist und es sich lohnt, hier anzuheuern. Auf der anderen Seite können sie natürlich niemanden zu dieser Auffassung zwingen und müssen immer auch der Gegenseite Gehör schenken.

Leitfaden

Dabei liegt die Lösung doch auf der Hand: Die jungen Leute sollten sich zum „Fahrer des Schnee-Fahrzeugs“ mausern, bevor die „Lawine“ aus Vorurteilen und Shit-Storms sie erschlägt. Also: Ärmel hoch und an die Arbeit. Ein Gesprächs-Leitfaden muss geschrieben werden, der bei der Präsentation des Unternehmens wie das sprichwörtliche „Netz mit doppeltem Boden“ wirkt. Hier können alle PDK-Auszubildenden knackig auf den Punkt bringen, was sie an ihrem Ausbildungsbetrieb so schätzen. Dazu gehört sicher das Portfolio des Betriebs, daneben die Frage nach der unbefristeten AÜ-Erlaubnis, erläutert werden sollte auch, wie lange das Unternehmen bereits am Markt ist, welche Kundenstruktur es hat und wie das Leitbild aussieht. Wenn dann noch am Ende der entscheidende Call-to-Action erfolgt, bestehen gute Aussichten, dass das Gegenüber an einer Fortsetzung des Austausches interessiert bleibt. Die Ankündigung: „Ich ruf‘ Sie an“, dürfte in diesem Zusammenhang wie Musik in den Ohren der Berufsanfänger wirken.

Elevator Pitch

Eine gute Übung, die sämtliche Ausbilder mit ihren Azubis regelmäßig trainieren können, ist der sogenannte Elevator Pitch. Hierbei geht es darum, einem Bekannten in 40-60 Sekunden zu erklären, was ich beruflich mache, wo ich beschäftigt bin und warum es gut ist, was ich mache. Das oberste Gebot lautet: unnötige Details weglassen. Dabei kann es jedoch nie schaden, wenn man alle Details im Hinterkopf hat. Denn nur so ist der Azubi gewappnet, falls es Rückfragen gibt.

Wording

Wichtig ist, wie immer wenn es um Zeitarbeit geht, auf die richtigen Formulierungen zu achten. Gerade junge Leute haben ein sehr feines Gespür dafür, wenn beim Stichwort „Leiharbeit“ Menschen zu Leih-Objekten degradiert werden. Diese Form der Diskriminierung also gar nicht erst beginnen. Wichtiger ist, auf Positiv-Meldungen zu verweisen. Wie zum Beispiel darauf, dass 64 Prozent aller Beschäftigten in der Arbeitnehmerüberlassung zuvor nicht beschäftigt waren. Oder dass 84 Prozent der Zeitarbeitnehmer unbefristet beschäftigt sind. Damit können die jungen Hoffnungsträger einmal mehr deutlich machen Zeitarbeit ist und bleibt ein solides Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Und dann fällt es ihnen sicher leichter, wenn sie das nächste Mal als „Botschafter für die Marke Zeitarbeit“ in Aktion treten.

Ein Bild der Autorin Bettina Richter.

Über die Autorin

Bettina Richter ist ausgebildete Redakteurin. Nach ihrem High-School-Abschluss in den USA, dem Studium der Anglistik, Politikwissenschaften und Romanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster sowie einem Studiensemester in Frankreich arbeitete sie als Pressereferentin und Online-Redakteurin in Politik und Verwaltung. Beim iGZ e.V. ist Bettina Richter für die Bereiche „PDK-Ausbildung“ und „Digitale Bildung“ zuständig. Im Rahmen der PDK-Azubi-Kampagne der Branchenverbände BAP e.V. und iGZ e.V. betreut sie den Instagram-Kanal @pdk_ausbildung.