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Was Sie über junge Menschen und Social Media wissen sollten

Junge Menschen nutzen Social Media immer intensiver. Es ist ein fester Bestandteil ihres Lebens geworden.

Morgens nach dem Aufwachen Instagram checken, tagsüber WhatsApp-Nachrichten beantworten und abends vor dem Schlafengehen nachsehen, was die Freunde so posten. So könnte man meinen Tag beschreiben. Mein Name ist Georg Buterus und ich bin 23 Jahre alt. Social Media ist für die meisten jungen Menschen ein fester Bestandteil des Lebens. Der Blick in die jeweilige App hat sich zu einem wichtigen Ritual entwickelt. Der beschriebene Tagesablauf kommt sicherlich nicht nur den jungen Lesern bekannt vor. Der entscheidende Unterschied zwischen den Generationen ist vielmehr, was man sich ansieht und auf welchem Kanal.

Facebook ist passé

Immer weniger junge Menschen nutzen aktiv Facebook. Der einstige Gigant ist für viele meiner Generation zu einem umständlichen Geburtstagskalender geworden. Wer die junge Zielgruppe erreichen will, muss wissen, wo sie sich aufhält. Dabei ist zu beachten, dass immer wieder neue Social-Media-Plattformen erscheinen und alte Dienste verdrängen. Was für meine Generation früher SchülerVZ und ICQ waren, sind heute WhatsApp und Instagram. Wer von meinen Freunden noch aktiv auf Snapchat oder Facebook ist, kann ich an keiner Hand abzählen – also niemand. WhatsApp bleibt die wichtigste Social-Media-App, gefolgt von Instagram. TikTok scheint jedoch immer wichtiger zu werden.

„Cool“ ist uncool

Wer junge Leute erreichen will, muss nicht nur auf der richtigen Plattform sein, sondern auch zielgruppengerecht kommunizieren. Dieser Aspekt birgt jedoch unzählige Stolperfallen: Wichtig ist, vor allem authentisch zu wirken. Ich rate davon ab, sich mit „cooler“ Jugendsprache oder mit aktuellen Trends der Zielgruppe anzubiedern. Um glaubhaft und „cool“ zu kommunizieren, braucht es viel Erfahrung und Wissen über den Zeitgeist der Zielgruppe. Ansonsten wirkt die Botschaft gezwungen und heuchlerisch. Aus diesem Grund funktioniert Influencer-Marketing so gut: Wer sich von einem Influencer bewerben lässt, kauft damit nicht nur die Reichweite, sondern oft auch einen authentischen Botschafter.

Interessen ansprechen

Aber auch ohne Influencer kann ein Unternehmen authentisch wirken: Indem es die Interessen der jungen Zielgruppe aufgreift und ihnen dazu ein Angebot macht. Wenn Sie beispielsweise nach Auszubildenden suchen, könnten Sie faire Arbeitsbedingungen, ein starkes Umweltbewusstsein oder einen guten Zusammenhalt im Team mitsamt Teambuilding-Events in Ihrem Unternehmen betonen. Einen gut geführten Social-Media-Account zu besitzen, macht auch einen guten Eindruck. Dies kann wie eine Visitenkarte funktionieren, die sich der Interessent vor einer Entscheidung ansieht. Macht der Social-Media-Auftritt einen ungepflegten und unprofessionellen Eindruck, kann dies wiederum abschreckend wirken.

Nicht alle jungen Menschen sind gleich

Zum Abschluss möchte ich davor warnen, junge Leute über einen Kamm zu scheren. Hilfreich ist bereits die Unterteilung in die Generationen Y (geboren 1981-1996), Z (geb. 1997-2010) und Alpha (geb. 2011-2025). Doch selbst in den Generationen sind Altersgruppen sehr unterschiedlich. Beispielsweise unterscheiden sich die Interessen und Social-Media-Nutzung der 22-Jährigen bereits stark von dem Profil der 16-Jährigen: Auch wenn meiner Erfahrung nach nur noch wenige über 20-Jährige Snapchat nutzen, verhält sich das bei den unter 14- bis 16-Jährigen schon anders. Die Zielgruppe der „jungen Menschen“ ist alles andere als homogen. Mit der Zeit kommen auch neue Trends und die jungen Menschen sind meistens die ersten, die sie entdecken und nutzen. Das bedeutet aber auch, dass sich die Interessen und Kanäle der jungen Zielgruppe schnell wieder ändern können. Wer junge Menschen verstehen will, sollte sich dem bewusst sein und die aktuellen Entwicklungen und Trends im Blick behalten.

5 Tipps, wie man die Generation Z anspricht

-    Die richtige Plattform nutzen! (Junge Menschen sind mehr auf Instagram als auf Facebook.)

-    Authentisch kommunizieren und nicht versuchen, zwanghaft cool zu wirken!

-    Angebote an die Interessen der jungen Menschen machen! (z. B. spaßige Teambuilding-Events oder Umweltbewusstsein im Unternehmen)

-    Ein gut geführter Social-Media-Account wirkt ansprechend!

-    Unterschiede zwischen den Altersgruppen der jungen Menschen beachten! (20- und 16-Jährigen haben bereits andere Interessen.)

Über den Autor

Georg Buterus ist seit August 2020 beim iGZ. 1996 geboren gehört er selbst zur Generation Z. Er arbeitet als Volontär in der Pressestelle und betreut die Social-Media-Kanäle. Darüber hinaus schreibt er Texte für die Website und Reportagen für die Zdirekt!. Anfang 2020 beendete er erfolgreich sein Bachelorstudium im Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück.