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Fördermöglichkeiten der Digitalisierung

„Fördern und fordern“ so lautet ein allgemein anerkanntes Konzept, welches auch in Unternehmen gerne zur Anwendung kommt. Wenn es um die Digitalisierung geht, rate ich, dieses Konzept ein wenig abzuändern: Fordern Sie Förderung ein - oder beantragen Sie auch eine Förderung.

Sowohl der Bund als auch die einzelnen Bundesländer haben erkannt, dass es für sie Sinn macht die deutschen Unternehmen bei ihrem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen. Nur ein fittes Unternehmen, welches den Anforderungen der Digitalisierung gewachsen ist, sorgt auch zukünftig für Steuereinnahmen und Arbeitsplätze am Standort Deutschland.

Eines der Probleme: Digitalisierung ist ein weites Feld. Die Zeiten der Schreibmaschine sind lange passé, aber es soll bekanntlich noch Behörden geben, die auf den Einsatz von Faxgeräten nicht verzichten wollen. Bei QUES versteht manch Unternehmen nur Bahnhof und denkt im ersten Moment eher an eine neue Sorte Schmierkäse, als an die Qualifizierte Elektronische Signatur. Und die Webseiten vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sehen noch so aus, wie sie der Bekannte des Schwagers 2002 in das Netz gebracht hat.

Das Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sagt hierzu, dass 34 Prozent der KMU keine Digitalkompetenzen haben und 52 Prozent der mittelständischen Unternehmen nur „durchschnittlich“ digitalisiert seien.

Daher hat der Bund allein für sein Programm „digital jetzt“ bislang über 200 Millionen Euro an Fördermitteln für das Thema Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen noch zahlreiche weitere Programme des Bundes und der einzelnen Bundesländer. Der Abruf dieser Mittel, gerade auch durch Zeitarbeitsunternehmen, lässt noch Luft nach oben.

Oftmals wird der vermeintlich hohe Aufwand einer Antragsstellung gefürchtet und es herrscht Uneinigkeit oder Unsicherheit wofür und wozu sinnvollerweise zuerst ein Förderantrag gestellt werden soll. An dieser Stelle ist es mir ein Anliegen Ihnen folgenden Gedanken mitzugeben: Die Digitalisierung ist kein Projekt, was Sie jemals abschließen werden. Niemand wird dies, da es schlicht und einfach zu viele Innovationen in allen Teilbereichen gibt. Die Programme oder Apps, die Sie heute brandneu in Ihre Unternehmen einführen, werden es schon bald nicht mehr sein. Sie werden entweder durch andere Programme ersetzt werden oder so viele Updates durchlaufen haben, dass eine erneute Schulung der Mitarbeiter vonnöten sein wird. Überhaupt bringen Ihnen all die digitalisierten Prozesse nur dann einen Vorteil, wenn Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend mit auf die Reise nehmen.

Ja, es wird Sie eine gewisse Menge an Zeit und Nerven kosten, die Anträge (erstmals) zu stellen und ja, die Fördertöpfe können zwischenzeitlich auch einmal erschöpft sein. Gleichzeitig steigen bei Ihnen mit jedem Kontakt zum Fördergeber die Routine und Skills. Da Sie aus den oben genannten Gründen nie einen Haken hinter das Thema Digitalisierung machen werden, sondern es vielmehr Ihr ständiger Begleiter sein wird, lohnt sich diese Investition an Zeit und Nerven in jedem Fall.

Fangen Sie beispielsweise damit an, eine Förderung für die fachliche Beratung und Begleitung der Themenfelder IT-Sicherheit, Internet-Marketing und Digitalisierung zu beantragen, wie es das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit seinem Förderprogramm „go-digital“ anbietet. Je eher Sie anfangen eine Strategie, auch mit Hilfe externer Berater, für die stetig voranschreitende Digitalisierung zu entwickeln, umso eher sind Sie nicht mehr nur Getriebener, sondern aktiver Gestalter.

Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten zum Thema Digitalisierung durch Bund und Länder sende ich Ihnen gerne zu. Schicken Sie mir einfach eine Mail an versmold@ig-zeitarbeit.de

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Über den Autor:

Klaus Versmold ist seit 2015 für den iGZ tätig. Der gelernte Kaufmann studierte zuvor in Tilburg International Business und ließ sich zum Sozialcoach ausbilden. Im iGZ war er zunächst in der Mitgliederverwaltung tätig, bevor er in den Fachbereich Kommunikation wechselte. Dort koordiniert er u.a. zahlreiche Sonderprojekte, wie den iGZ-AWARD und die Plattform matchtime-personal.de. Daneben begleitet er auch die Themen Arbeitsschutz mit System und Chancen der Digitalisierung.