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Berufsorientierungsmesse mit neuen Ausbildungsangeboten

Mehr als 60 Aussteller - Firmen, Kammern, Schulen, Verbände und andere - zeigen rund 4000 Schülern aus dem Kreisgebiet, welche Chancen und Möglichkeiten sich ihnen in mehr als 100 Berufen auftun. Organisiert wird die Veranstaltung von den Berufskollegs in Ahaus.

Eins dieser Kollegs, das der Kreis betreibt, ist das das für Wirtschaft und Verwaltung, das zu Beginn des neuen Schuljahres um einen weiteren Zweig wächst. Ab dem 17. August werden dort auch angehende Personaldienstleistungskaufleute unterrichtet. 14 Berufe mit dualer Ausbildung gehören damit zur Palette des kreiseigenen Berufskollegs. Schulleiter Wolfgang Reinert gibt sich in einer Pressemitteilung des Kreises optimistisch, mit dem neuen Angebot auf der richtigen Fährte zu sein. „Der Bereich Zeitarbeit wird weiter wachsen, und Personaldienstleistungsunternehmen brauchen qualifizierte Mitarbeiter.“ Informationen zu den Anforderungen der neuen Ausbildung gibt es auch bei der „BOMAH“, die am 16. September bereits zum 13. Mal in den kreiseigenen Berufskollegs in Ahaus stattfindet.

Personaldienstleistungskaufleute kommen vor allem in Zeitarbeitsfirmen zum Einsatz. „Aber auch die Personalabteilungen größerer Unternehmen können von ihrem Knowhow profitieren“, ist der Koordinator für das neue Angebot, Bernd Overkamp, überzeugt. Denn nach ihrer dreijährigen Ausbildung beherrschen die Absolventinnen und Absolventen die gesamte Klaviatur der Personalarbeit, von der Einstellung neuer Fachkräfte über die Vermittlung an Arbeitgeber auf Zeit bis zur Planung der passenden Fortbildungen.

Unterrichten wird die Auszubildenden unter anderem Karin Dennemann. Die junge Lehrerin sei bereits Feuer und Flamme für den neuen Beruf, heißt es. Sie habe in den vergangenen Monaten intensiv an Konzepten für den Unterricht gearbeitet. Wer das neue Angebot besonders in Anspruch nehmen wird? „Die Erfahrungen der anderen Schulen zeigen, dass den neuen Beruf vor allem junge Leute erlernen, die sehr extrovertiert sind und gerne auf Menschen zugehen.“

Trotz Wirtschaftskrise glaubt Bernd Overkamp, dass die Ahauser mit dem neuen Ausbildungsangebot richtig liegen: „Bei einer Umfrage Anfang des Jahres haben potenzielle Arbeitgeber in Ahaus und Umgebung insgesamt 27 Ausbildungsplätze in Aussicht gestellt. Das werden jetzt wahrscheinlich weniger, aber auf Dauer wird sich der neue Beruf durchsetzen.“

Grundsätzlich, so sind sich die Vertreter des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung laut Mitteilung des Kreises Borken einig, habe die Zeitarbeitsbranche in Deutschland Nachholbedarf.

Ahlener Zeitung vom 14.08.2009