Akademische Weiterbildung trifft auf Resonanz

Der Termin bei der Pro tec Service GmbH in Nordhorn war für 17 Uhr angesetzt. Also quasi nach Dienstschluss. Und der Termin war online, so wie das ab Oktober beginnende iGZ-Zertifikats-Studienprogramm – keine Präsenz, kein physischer Seminarraum – eben alles online. Pro-tec-Geschäftsführerin Irene Schubert hatte in ihrem Unternehmen einige junge Mitarbeiter angesprochen, die ein hohes Interesse an einem akademischen Weiterbildungsprogramm haben. Nun waren sie alle versammelt und Studien-Projektleiterin Claudia Schütte präsentierte die Rahmendaten und inhaltlichen Eckpfeiler des iGZ-Studienprogramms. Danach viele Fragen und ebenso viele konkrete Antworten – insgesamt eine positive Grundhaltung. Akademische Weiterbildung in der Zeitarbeit trifft auf Resonanz.

Interessierte Geschäftsleitungen

Was im Mai online mit der Pro tec Service GmbH in der Grafschaft Bentheim stattfand, setzte sich nun im Juni im Aachener Dreiländer-Eck fort. Nicht online, sondern in Präsenz – Studienberatung vor Ort. Diesmal nicht mit interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern mit einer interessierten Geschäftsleitung, deren Reaktion nicht lange auf sich warten ließ. Nach Beendigung der iGZ-Studiengangs-Präsentation reagiert Petra Fuhrmann, Head of Human Resources bei House of HR Germany, sofort: „Das ist ja super, das würde ich auch gerne studieren“, ruft die HR-Führungskraft spontan und euphorisiert in die Runde. „Ein sehr überzeugendes Angebot, gut aufbereitet und definitiv – bei aller Herausforderung – leistbar parallel zum Job.“

Keine Hochschulzugangsberechtigung

Ob Studienberatung in Präsenz oder online: Projektleiterin Schütte hat in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt, was Interessierte wissen wollen, beziehungsweise von der Beratung erwarten. Nach rund 40 Einzelgesprächen und den entsprechenden Erfahrungen aus Gruppenberatungs-Situationen stehen bei ihr trennscharfe und klare Antworten auf dem Sprechzettel: Ja, das einjährige, berufsbegleitende Studienprogramm lässt sich gut mit der beruflichen Situation kombinieren. Ja, alles findet online statt. Und ja, es bedarf keiner formalen Hochschulzugangsberechtigung. Alles klar? Timepartner-Geschäftsführer Thomas Dick ruckelt schon länger auf seinem Stuhl hin und her und gestikuliert motiviert: „Ja, verstanden, starkes Angebot – insbesondere die hochkarätigen Referenten überzeugen mich.“

Digitales Format

„Natürlich ist der Gedanke der Leistbarkeit des Studiums neben dem Beruf der allererste, den die Interessierten haben“, sagt Schütte, die großes Verständnis dafür hat. Wer neben dem Job ein solches Projekt angeht, der beschäftigt sich automatisch, fast reflexartig mit der Frage: Lässt sich das Studium mit der Arbeit gut kombinieren? Was bedeutet ein Studienjahr für mich und meine Familie oder – allgemein formuliert – mein Privatleben? Kompakt lässt sich sagen: Das einjährige Zertifikatsstudium in Zusammenarbeit mit dem Institut für wissenschaftliche Weiterbildung der Fernuniversität Hagen startet am 1. Oktober – rein online-basiert – im digitalen Format. Es gibt insgesamt vier Fokusthemen aus der Personaldienstleistung:

Grundlagen

HR-Themen

Vertrieb und Recruiting

Rechtliche Aspekte

Akademische Weiterqualifizierung

Die offizielle Einschreibung ist bis 31. August möglich – eine formale Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder Fachabitur) ist nicht nötig. Das Studium kostet 3.180 Euro. Soweit die formalen und inhaltlichen Eckpunkte. Aber spannend ist auch die Frage: Wer aus der Branche interessiert sich für das neue Angebot ab Oktober? Wer will es noch mal wissen in Sachen akademischer Weiterqualifizierung?

Praxisorientierte Fortbildung

Pauschale Antworten sind kaum möglich, aber wenn Schütte ihre „iGZ-soziologische-Brille“ aufsetzt schält sich für sie schon ein erkennbarer Typus Studierender heraus: Das Zertifikatsstudium spricht offensichtlich besonders den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in der Zeitarbeit an, die in der Regel schon länger aus der eigenen schulischen Lernphase heraus sind, die Zeitarbeitsbranche für sich persönlich kennen- und schätzen gelernt haben, durchaus auch als Quereinsteiger, und schon länger mit dem Gedanken spielen, sich praxisorientiert über online-Lehre fortzubilden. Und das lohnt sich bei diesem Studien-Modell: Formal, wenn alle Fallbeispiele in Gruppenarbeit bestanden worden sind, werden für das Studium 15 ECTS-Punkte vergeben. Und für manchen Studierenden wird damit sicher auch der Weg auf der firmeninternen Karriere-Leiter geebnet.

Top-Experten

Weiterer Pluspunkt für die Studierenden: alle fürs Studium verpflichteten Referenten sind Kenner der Branche bzw. Top-Experten für ihre Themen – beispielsweise iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und sein Stellvertreter Dr. Martin Dreyer für die Grundlagen der Personaldienstleistung. Außerdem sind Thomas Ball von Lünendonk & Hossenfelder GmbH und Carsten Zölck von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft als Referenten mit von der Partie. Franziska von Mandel übernimmt das Thema „Führungskräfte-Entwicklung“; der HR-Part wird von Prof. Dr. Thomas Stelzer-Rothe und Thomas Voß gelehrt. Vertrieb und Recruiting liegt in den Händen von Nicole Truchseß, Markus Brandl und Andreas Schöning. Für den gesamten juristischen Block des Zertifikatsstudiums ist der iGZ-Fachbereich Arbeits- und Tarifrecht verantwortlich.

Akademisches Großprojekt

Nach der offiziellen Beendigung der Präsentation in Aachen ging es für Schütte wieder zurück nach Münster; weitere Studienberatungen stehen aber schon bei ihr auf dem Zettel. „Wir freuen uns riesig auf die erste Studiengruppe“, sagt die Projektleiterin, die ab Oktober ihre Studienberatungs-Rolle neu definieren wird: von der Beratung zum Mentoring, denn für alle Beteiligten wird es am Ende ein großes spannendes akademisches Projekt: sowohl für die Studierenden als auch für die Referenten.

Über den Autor

Jens Große


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E-Mail: grosse@ig-zeitarbeit.de

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