Bild

Auch im Gesundheitsbereich lag die Personalnachfrage laut Pressemitteilung deutlich über dem Gesamttrend (+20 Prozent). Die Nachfrage nach Krankenschwestern bzw. -pflegern habe sich sogar fast verdoppelt.

2016: Jobangebote auf Rekordhoch

Jobsuchende hatten selten so viel Auswahl wie im vergangenen Jahr. Laut Adecco Stellenindex wurden 2016 mehr als drei Millionen freie Stellen in Printmedien und Online-Jobbörsen publiziert. Das sei ein Anstieg um 15 Prozent gegenüber 2015. Die Zahl der suchenden Unternehmen sei im gleichen Zeitraum nur um 0,5 Prozent gestiegen.

Die steigende Personalnachfrage verteilte sich auf alle Berufsgruppen. Überdurchschnittlich hoch sei jedoch der Anstieg in der Informations- und Kommunikationsbranche gewesen (+39 Prozent), gefolgt vom Bereich Organisation und Projektmanagement (+22 Prozent).

Gesundheitsbranche sucht

Auch im Gesundheitsbereich lag die Personalnachfrage laut Pressemitteilung deutlich über dem Gesamttrend (+20 Prozent). Die Nachfrage nach Krankenschwestern bzw. -pflegern habe sich sogar fast verdoppelt. „Pflegefachkraft“ blieb auch im vergangenen Jahr der meistgesuchte Gesundheitsberuf. Knapp 66.000 Stellenangebote für Pfleger konnte der Stellenindex 2016 feststellen, 32 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Weniger Ausbildungsplätze

Um sieben Prozent rückläufig war hingehen die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze. Im technischen Bereich wurden sogar 19 Prozent weniger Lehrlinge gesucht. Das Ausbildungsangebot für kaufmännische Berufe sei um 15 Prozent geschrumpft. Lediglich für die Interessenten an einer Ausbildung zum Informatiker sei das Angebot stabil geblieben. Auf dem anderen Ende der Karriereleiter stieg hingegen der Fachkräftebedarf. Über 244.500 Jobs mit Führungsverantwortung wurden ausgeschrieben, ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Mehr Stellenangebote im Norden und Osten

Regional betrachtet sei Schleswig-Holstein der klare Gewinner des Jahres 2016. Dort habe es über ein Viertel mehr freie Jobs gegeben als im vergangenen Jahr. Dicht dahinter folgen Sachsen-Anhalt mit 23 Prozent mehr Stellen, Berlin mit 22 Prozent Zuwachs sowie Sachsen und Hamburg mit jeweils 18 Prozent mehr Vakanzen. Der Stellenmarkt in Brandenburg und im Saarland habe sich im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt von +15 Prozent weniger stark entwickelt (+8 bzw. +10 Prozent). (ML)

Der Adecco Stellenindex wertet monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.