Landeskongresse

"Weitere Regelung ein unnötiger Eingriff"

iGZ-Landeskongress Nord: Experten diskutierten geplante Änderung des AÜG

Moderiert von Jan Malte Andresen (3.v.l.) diskutierten (v.l.) Hermann-Josef Arentz, ehemaliger Bundesvorsitzender der CDA, Oliver Franke, Geschäftsführer Franke + Pahl GmbH, sowie Karsten Tacke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer für die Bereiche Tarif- und Sozialpolitik, Arbeitgeberverband Gesamtmetall, diskutierten über die geplanten AÜG-Änderungen.

Leider blieb es bei einer AÜG-Diskussion im Stile von „Was wäre wenn“, denn der für Anfang November angekündigte Gesetzentwurf zur Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und Equal Pay nach neun Monaten in der Zeitarbeit lag zum iGZ-Landeskongress Nord in Hamburg noch nicht vor.

Zeitarbeit immens wichtig für Integration

iGZ-Landeskongress Nord: Ole von Beust appelliert für Dialog zwischen Zeitarbeit und Politik

Ole von Beust, ehemaliger Erster Bürgermeister Hamburgs: "Viele Wirtschaftsunternehmen kämen ohne Zeitarbeit überhaupt nicht zurecht."

„Wenn ich die Berichterstattung über die Zeitarbeitsbranche verfolge, habe ich manchmal das Gefühl als würden die Mitarbeiter gezwungen, in der Zeitarbeit zu arbeiten. Das ist doch eine eigene Entscheidung, die jeder Arbeitnehmer bewusst für die Zeitarbeit fällt. Es wird doch niemand gezwungen“, stellte Ole von Beust, ehemaliger Erster Bürgermeister Hamburgs, sachlich fest.

"Zeitarbeit unverzichtbar"

Podiumsdiskussion beim iGZ-Landeskongress Süd

RA Dieter Stang, IG Metall Stuttgart, diskutierte mit Wirtschaftsjournalist Gerhard Hohmann, Ariane Durian, iGZ-Bundesvorsitzende, und RA Dirk Pollert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer bayme vbm und vbw (v.l.), beim iGZ-Landeskongress Süd in Ulm.

„Die Funktion der Zeitarbeit ist die kurzfristige Flexibilität. Sie soll aber nicht dazu dienen längerfristigen Beschäftigungsbedarf abzudecken“, bezog RA Dieter Stang, IG Metall Stuttgart, eingangs der Podiumsdiskussion zum Thema „Vitamin Z – womit punktet Zeitarbeit?“ klar Stellung.

Vitamin Z punktet!

iGZ-Landeskongress Süd in Ulm

Rund 250 Teilnehmer kamen zum iGZ-Landeskongress Süd nach Ulm.

„Wir sind froh, dass es Arbeitgeberverbände wie den iGZ gibt“, stellte RA Dieter Stang, IG Metall Stuttgart, zu Beginn seines Vortrages beim iGZ-Landeskongress Süd in Ulm klar. Allerdings bedeute Sozialpartnerschaft nicht „Identität der Interessen“. Daher wünschte er sich von den rund 250 Teilnehmern einen offenen Dialog.

Rekrutierung Hand in Hand

iGZ-Expertenrunde diskutierte über Fachkräftesuche im Ausland

Ulrike Kücker, Sebastián Merle, Patrik Godor und Stefan Sudmann (v.l.) diskutierten über die Rekrutierung von Fachkräften im Ausland.

Worauf man bei der Beschäftigung von Ausländern achten muss diskutierten beim iGZ-Landeskongress Ost in Dresden Sebastián Merle, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (BA), RA Stefan Sudmann, iGZ-Referatsleiter Arbeits- und Tarifrecht, und Patrik Godor, CNC-Programmierer aus der Slowakei. Die iGZ-Landesbeauftragte für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Ulrike Kücker, moderierte und wollte zunächst wissen, woher die ausländischen Fachkräfte hauptsächlich kommen.

Fit bleiben – Vorsorge treffen

iGZ-Landeskongress Ost in Dresden

Dirk Hellmann, iGZ-Regionalkreisleiter Sachsen (l.), dankte Ulrike Kücker, iGZ-Landesbeauftragte Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (r.), Sylvia Hesse, iGZ-Regionalkreisleiterin Sachsen-Anhalt, Oliver Nazareth (2.v.l.), iGZ-Landesbeauftragter Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg, sowie Karsten Wellnitz, iGZ-Landesbeauftragter Mecklenburg-Vorpommern, für ihr Engagement.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, erinnerte Sven Kramer, stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzender, in seinem Grußwort beim iGZ-Landeskongress Ost an die Verpflichtung aller, sich bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms zu beteiligen. Wichtig sei dabei aber nicht nur, dass die Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf haben. Langfristig brauchen sie laut Kramer auch eine Perspektive und einen geregelten Tagesablauf. „Und hier kommen wir Zeitarbeitsunternehmer ins Spiel“, stellte er klar.

Empört über 15-Monatsregelung für Flüchtlinge

Klare Worte von Prof. Dr. Rita Süssmuth zur Zeitarbeitseinschränkung

Ulrike Kücker (r.), iGZ-Landesbeauftragte für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, dankte Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., für eine denkwürdige Rede beim iGZ-Landeskongress Ost.

„Die geänderte Regelung, Flüchtlinge in Zeitarbeit erst nach 15 statt wie ursprünglich beschlossen nach drei Monaten zu beschäftigen, ist für mich inakzeptabel. Wir sollten jetzt zumindest zu der Drei-Monatsregelung zurückkommen“, fand Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., sehr klare Worte zum Hick-Hack der Politik bei der Flüchtlingsregulierung zur Zeitarbeit.

Gesundheitsschutz im Fokus

iGZ-Landeskongress NRW in Dortmund

Diskutierten konkrete Ideen, wie der Gesundheitsschutz in Zeitarbeitsunternehmen verbessert werden kann (v.l.): Martin Gehrke, stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzender, Marcel Speker, Leiter iGZ-Kommunikationsabteilung, und Dr. med. Eiad Awwad, Praevent GmbH.

Menschen brauchen Erholung – nicht nur beim Sport, sondern auch im Arbeitsleben, verdeutlichte Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln, nach der Mittagspause beim iGZ-Landeskongress NRW in Dortmund.

Vitamin Z – Gesunde Zeitarbeit in NRW

iGZ-Landeskongress NRW in Dortmund

Als Dank für sein Grußwort überreichte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz (r.) ein gezeichnetes Porträt an Armin Laschet, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

„Die Wirtschaft in unserem Land braucht Unterstützung, um ihre Aufgaben sicher wahrzunehmen“, betonte Ralf Lemle, frisch gewählter iGZ-Landesbeauftragter NRW, in seiner Begrüßungsrede beim iGZ-Landeskongress in Dortmund die Relevanz der Zeitarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt. Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen sei es wichtig, verstärkt Ältere, Frauen und ausländische Kräfte zurück in Arbeit zu bringen. „Hier leistet die Zeitarbeit wichtige Dienste“, stellte Lemle klar.

Scharfe Kritik an GroKo-Plänen

iGZ-Landeskongress Nord fordert „Tarif vor Gesetz“

Bettina Schiller, iGZ-Landesbeauftragte Bremen, dankte den übrigen Landesbeauftragten in Norddeutschland (v.l.): Christian Baumann (Hamburg), Karsten Wellnitz (Mecklenburg-Vorpommern), Oliver Nazareth (Schleswig-Holstein) und Jürgen Sobotta (Niedersachsen).

Bettina Schiller, iGZ-Landesbeauftragte Bremen, brachte die Sache auf den Punkt: „Wir hier im Norden sind zwar sturmerprobt, aber was im Zuge der Bundestagswahl auf uns zukam, das war schon heftig – auch für uns Nordlichter!“ Welche Folgen es für die Zeitarbeit haben könnte, wenn die Bundesregierung eine Beschränkung der Höchstüberlassungsdauer und gesetzliches Equal Pay einführt, diskutierten mehr als 200 Teilnehmer beim iGZ-Landeskongress Nord in Bremen.

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