iGZ-Landesbeauftragter Christian Baumann zur Entwicklung in Hamburg

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Regionale Seite: Hamburg

Christian Baumann

  • Bundesvorstand
  • Beisitzer/in
  • Projektgruppenleiter
  • Projektgruppe Zielgruppen des Arbeitsmarktes
  • Landesbeauftragte/r

Dr. jur. Martin Dreyer

  • Bundesgeschäftsstelle
  • Geschäftsführer

Zeitarbeitszukunft: Partnerschaft auf Augenhöhe

„Sie müssen sich bewegen, sie haben das Potenzial dazu“, ermunterte Christian Baumann, Landesbeauftragter des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) für Hamburg, die Teilnehmer beim iGZ-Mitgliedertreffen in Hamburg, in ihren Unternehmen die Weichen für eine Attraktivitätssteigerung der Branche zu stellen.

Die Vertreter zahlreicher iGZ-Mitgliedsunternehmen in Hamburg kamen zum Treffen und informierten sich über aktuelle Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche.

„Die Dynamik auf dem Hamburger Arbeitsmarkt ist unberechenbar“, mahnte er. Der grundsätzlich positiv zu bewertende Rückgang der Arbeitslosenzahlen beschere der Zeitarbeitsbranche ein geringeres Bewerberpotenzial, auf das sie zurückgreifen könne. Demnach müssten die Unternehmen die Rekrutierung von  Langzeitarbeitslosen oder älterer Arbeitnehmer noch stärker intensivieren.  

Hohe Effizienz

„In Hamburg herrscht ein massiver Wettbewerbsdruck“, erklärte Baumann. „Wenn wir diesen Wettbewerb für uns entscheiden wollen, müssen wir so gut sein, dass man gerne zu uns kommt“, appellierte der Landesbeauftragte an seine Zuhörer. Erforderlich seien in diesem Zusammenhang eine hohe Effizienz und vorausschauendes Personalmanagement.

Auf Augenhöhe

Die Zukunft der Zeitarbeit liege in einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ mit den Kundenunternehmen. „Wir müssen uns als Experten verstehen, nicht als Lieferanten“, so Baumann. Dabei seien Kreativität und Kompetenz gefragt. Auch eine intensive Auseinandersetzung mit modernen Arbeitsformen wie Jobsharing, Home-Office und Virtuellen Teams sei erforderlich, um die „Schockstarre“ zu überwinden.

Geplante Änderungen im AÜG

Über die politischen Rahmenbedingungen und die inhaltlichen Fragen im Zusammenhang mit der geplanten Änderung des AÜG informierte iGZ-Geschäftsführer RA Dr. Martin Dreyer. Dabei wies er insbesondere auf den vom iGZ mit Nachdruck eingeforderten Änderungsbedarf hin. Als praxisfern kritisierte Dreyer den derzeitigen Equal Pay-Begriff, den man kaum umsetzen und administrieren könne. Es müsse erst einmal klargestellt werden, was überhaupt zu Equal Pay gehöre.

Kein Missbrauch

Die Idee, die Dauer der Überlassung zu beschränken, sieht der iGZ-Geschäftsführer als großes Missverständnis: „Wenn die Arbeitsbedingungen gut sind, sind lange Überlassungszeiten kein Missbrauch.“ Als nach wie vor inakzeptabel bezeichnete es Dreyer, dass die Zeitarbeitsbranche von den tariflichen Abweichungsmöglichkeiten ausgeschlossen sei. (BR)