Zahl der Zeitarbeitnehmer nimmt um 0,2 Prozent zu

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Themenseite: Arbeitsmarktpolitik

Zeitarbeitsmarkt auf stabilem Niveau

Weitgehend stabil zeigt sich der Arbeitsmarkt im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung im Vergleich von März und April 2017: Laut jüngstem Bericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) nahm die Zahl der Zeitarbeitnehmer in diesem Zeitraum um 1.400 Beschäftigte auf insgesamt 838.600 (plus 0,2 Prozent) zu.

Mit Blick auf den April 2016 sieht´s ganz anders aus – im Vorjahresvergleich stieg die Zahl der Zeitarbeitnehmer um 29.700, was eine Zunahme von 3,7 Prozent bedeutet.

Leichter Anstieg

Insgesamt hat die Zahl Arbeitsloser von Mai auf Juni um 25.000 auf 2.473.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich aber ein leichter Anstieg von 7.000 im Vergleich zum Vormonat. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung aufgewogen werden. Gegenüber dem Vorjahr waren 142.000 weniger Beschäftigte arbeitslos gemeldet.

Flüchtlinge

Die Unterbeschäftigung, die auch Arbeitnehmer in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich ebenfalls um 7.000 erhöht. Insgesamt belief sie sich im Juni 2017 auf 3.496.000 Erwerbstätige. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für Flüchtlinge gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Mehr Beschäftigte

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai gegenüber dem Vormonat um 36.000 gestiegen. Mit 44,16 Millionen Beschäftigten fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 648.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April um 37.000 zugenommen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben 32,03 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 727.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Nachfrage steigt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juni waren 731.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 9.000 erhöht.

Kaufleute gefragt

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 489.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 496.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (21.000) und Kaufleute für Büromanagement (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Unterschiede, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. (WLI)