BA veröffentlicht monatliche Beschäftigungsstatistik

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Themenseite: Arbeitsmarktpolitik
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Zeitarbeit: Vorjahresniveau nicht mehr unterschritten

Nachdem die Beschäftigtenzahl in der Arbeitnehmerüberlassung schon seit mehreren Monaten in saisonbereinigter Rechnung steigt, wird nun auch das Vorjahresniveau nicht mehr unterschritten, lautet das Fazit der Bundesagentur für Arbeit zum Arbeitsmarkt (BA) im Monat Dezember 2013. Laut letzter aktueller Erfassung waren im Oktober ´13 insgesamt 781.700 Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche angestellt.

Die Arbeitslosigkeit hat von November auf Dezember allerdings aus jahreszeitlichen Gründen um 67.000 auf 2.873.000 zugenommen. Der Anstieg fällt aber schwächer aus als in den letzten Jahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 15.000 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr waren 33.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr hängt damit zusammen, dass Arbeitsmarktpolitik weniger entlastet hat.

Anstieg jahreszeitlich üblich

„Im Dezember hat die Zahl der arbeitslosen Menschen leicht zugenommen. Ein Anstieg ist jahreszeitlich üblich. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit jedoch gesunken.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BA, Frank-J. Weise. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt um 6.000 verringert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Dezember 2013 auf 3.819.000 Personen. Das waren 25.000 weniger als vor einem Jahr.

Erwerbslosenquote fünf Prozent

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im November 2,13 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,0 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Dezember 923.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Dezember 2012 ergibt sich ein leichter Rückgang von 1.000. Insgesamt 888.000 Personen erhielten im Dezember Arbeitslosengeld; 3.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Dezember bei 4.358.000. Gegenüber Dezember 2012 war dies ein leichter Anstieg von 1.000 Personen.

Hilfebedürftigkeit

8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.949.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 34.000 mehr als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerb-stätigen im November gegenüber dem Vorjahr um 242.000 auf 42,28 Millionen gestiegen.

Beschäftigungszunahme

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 359.000 auf 29,83 Millionen Personen zugenommen. Dabei stieg sowohl die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung um 152.000 als auch die Teilzeitbeschäftigung um 208.000. Fast alle Bundesländer verzeichneten einen Beschäftigungsanstieg. Einen leichten Rückgang gab es nur im Saarland. Die Betrachtung nach Branchen zeigt im Vorjahresvergleich weit überwiegend Zuwächse.

Plus bei Dienstleistungen

Das größte Plus gab es bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelt sich auf einem guten Niveau stabil. Im Dezember waren 414.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 6.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkauf, Verkehr und Logistik sowie in Gesundheitsberufen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – liegt im Dezember bei 152 Punkten und damit drei Punkte über dem November-Wert. (WLI)