Führungsstrukturen der mittelständischen Zeitarbeit erfragt

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Zeitarbeit: Viele Chefetagen sind weiblich

Rund ein Drittel der Chefetage in iGZ-Mitgliedsunternehmen ist, im Gegensatz zu den anderen Branchen der deutschen Wirtschaft, weiblich. Anlässlich der 14. Umfragewelle zum iGZ-Mittelstandsbarometer kompakt wurde auch der Anteil weiblicher Führungskräfte in Zeitarbeitsunternehmen beleuchtet.

32,8 Prozent der iGZ-Mitglieder haben eine Frau an der Spitze ihres Unternehmens – bei 2,1 Prozent lenken zwei Geschäftsführerinnen die Geschicke des Unternehmens.

Emanzipierte Zeitarbeit

Im Vergleich zu den Chefstrukturen in der deutschen Wirtschaft steht die mittelständische Zeitarbeit damit wesentlich emanzipierter da: Laut internationaler Statistik liegt Deutschland mit einem Frauenanteil von 11,2 Prozent in den Führungsetagen im Mittelfeld. An der Spitze steht Norwegen mit 39,5 Prozent, gefolgt von Schweden mit 27,3 Prozent. Am Ende der Tabelle steht Japan mit einer Frauenquote von 0,9 Prozent.

Niedriges Niveau

Nicht weit weg davon ist Deutschland, wenn man in die 200 größten deutschen Unternehmen blickt, wo der Frauenanteil noch im Jahr 2008 bei lediglich 2,5 Prozent lag. Mittlerweile bewegt er sich mit rund acht Prozent zwar höher, aber noch immer auf einem Niveau teils weit unterhalb der Zweistelligkeit.

Entwicklungen

Das sieht in der mittelständischen Zeitarbeitsbranche vollkommen anders aus: 21,8 Prozent der Unternehmen haben ausschließlich Frauen in der Geschäftsführung, stellte die Soziale Innovation (SI) GmbH in ihrer letzten Umfrage fest. Damit zeigt sich einmal mehr der innovative Charakter der Zeitarbeit, in der Entwicklungen, die in anderen Branchen noch diskutiert werden, längst angekommen sind.

Wissenschaftlich fundiert

Die SI GmbH befragt die knapp 3.000 iGZ-Mitgliedsunternehmen quartalsweise online seit 2011. Dank sowohl der Kontinuität und Regelmäßigkeit der Befragung als auch der hohen Beteiligung können damit fundierte wissenschaftliche Rückschlüsse gezogen und Erkenntnisse gewonnen werden. Seit 2011 sind daher prognostizierte wirtschaftliche Entwicklungen der Unternehmen in den nächsten sechs Monaten im Quartalsvergleich möglich, die auch grafisch darstellbar sind. Zudem lässt sich daraus jeweils der Geschäftserwartungs-Index Zeitarbeit ermitteln. (WLI)