Märkische Allgemeine Zeitung informiert über Funktion der Branche

Zeitarbeit sichert Wettbewerbsfähigkeit

Zeitarbeitsunternehmen vermitteln und überlassen Arbeitskräfte – „und sind damit integraler Bestandteil des hiesigen Arbeitsmarktes“, befindet die Zeitung Märkische Allgemeine. Spätestens seit Ende vergangenen Jahres die Lohnangleichung für Ost- und Westdeutschland tariflich beschlossen wurde, seien die kritischen Stimmen gegenüber der Branche mehr und mehr verstummt. „Wir können der Branche nichts Negatives abgewinnen“, zitiert die Tageszeitung Lars Albrecht, zuständiger Bereichsleiter bei der Arbeitsagentur Cottbus.

Zeitarbeit liefere die Antworten auf einige der drängendsten Fragen der heutigen Wirtschaft: „Wie komme ich an gute Arbeitskräfte? Wie sichere ich Produktionsspitzen ab, ohne mein Personal aufzublähen? Wie bringe ich Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge und unqualifizierte Jugendliche auf den Arbeitsmarkt?“, nennt die Lokalzeitung einige Beispiele. Das Prinzip der Zeitarbeit passe genau in die Zeit des Wirtschaftsbooms und des Fachkräftemangels. Es ermögliche auch kleinen Unternehmen, ihre Arbeitskraft flexibel anzupassen.

Klebeeffekt

Detlef Gottschling, Sprecher der IHK Potsdam, macht in dem Artikel noch auf einen weiteren Aspekt aufmerksam. Es sei ein großer Vorteil, dass die Zeitarbeit Arbeitslosen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben helfen könne, weil „beide Seiten schauen können, ob es passt“. Wenn sich herausstelle, dass der Personalbedarf länger bestehe, könne das Einsatzunternehmen die Zeitarbeitskraft übernehmen. „In der Branche spricht man dann von einem Klebeeffekt“, erklärt die Märkische Allgemeine.

Lohnangleichung

Der Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche liege „inzwischen deutlich über dem allgemeinen Mindestlohn“, zusätzlich gebe es Urlaubsgeld und Zuschläge. Spätestens nach neun Monaten müsse die Bezahlung der Zeitarbeitskräfte dem der Stammbelegschaft entsprechen. – „sofern es dort überhaupt höher ist“, so die Märkische Allgemeine. (ML)