iGZ-Regionalkreistreffen in Ettlingen

Ariane Durian

  • Projektgruppenleiter

Nicole Munk

  • Projektgruppenleiter
  • Projektgruppe Zeitarbeit 2030
  • Regionalkreisleiter/in

Dr. Jenny Rohlmann

  • Bundesgeschäftsstelle
  • Referatsleiterin Verbandsmarketing
  • Seminarleiter/in

Olaf Dreßen

  • Bundesgeschäftsstelle
  • Referat Arbeits- und Tarifrecht
  • Seminarleiter/in

Was erwartet die Branche 2016?

Die Integration von Flüchtlingen und die geplanten Reformen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) sind die beiden großen Themen der Zeitarbeitsbranche im neuen Jahr. Nicole Munk, iGZ-Regionalkreisleiterin Baden, hatte zu einem Treffen eingeladen, bei dem sich die Mitglieder auf den aktuellen arbeitsmarktpolitischen Stand bringen konnten.

RA Olaf Dreßen (r.) referierte beim iGZ-Regionalkreistreffen in Ettlingen.

Dabei ging RA Olaf Dreßen, iGZ-Referat Arbeits- und Tarifrecht, detailliert auf die Hintergründe und absehbaren Auswirkungen der Vorhaben der Großen Koalition ein und erläuterte, wo die Probleme liegen. Die Regierung plant, gesetzliches Equal Pay nach neun Monaten sowie eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten einzuführen. Die Reform soll Anfang 2017 in Kraft treten – es bleiben also nur noch einige Monate, um die Politik von dringend notwendigen und sinnvollen Änderungen zu überzeugen.

Auf Reform-Auswirkungen hinweisen

Die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian, die ebenfalls zum Regionalkreistreffen gekommen war, betonte, dass es jetzt darauf ankomme, sehr plakativ auf die negativen Auswirkungen der Reformpläne hinzuweisen. Sie machte auf den aktuellen iGZ-Aufruf aufmerksam, dem Verband praktische Beispiele aus der Zeitarbeit zu nennen. Sie sollen zeigen, wie absurd die geplanten Eingriffe in die jetzigen Tarifregelungen wären.

Vorstellungen der Politik realitätsfern

Es gebe zahlreiche Arbeitnehmer, waren sich die Anwesenden einig, die auf keinen Fall nach 18 Monaten den Arbeitsplatz wechseln möchten. Zudem sei es für niemanden wirtschaftlich wünschenswert, nach einer Zeit des gestiegenen Entgelts wieder auf den Einstiegslohn zurückzufallen. Die Vorstellung der Politik, Kundenbetriebe würden die Zeitarbeitnehmer nach 18 Monaten übernehmen, sei zudem realitätsfern.

PDK-Ausbildungszahlen steigen

Anschließend informierte Dreßen darüber, worauf Personaldienstleister bei der Einstellung von Asylsuchenden achten müssen und wies auf das passende iGZ-Seminarangebot hin. Zu Gast war ebenfalls Dr. Jenny Rohlmann, die als iGZ-Marketingleiterin auch für den Ausbildungsberuf „Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau“ (PDK) verantwortlich ist. Rohlmann berichtete von den leicht gestiegenen PDK-Ausbildungszahlen, appellierte aber an die Unternehmer, sich weiter für den Beruf zu engagieren und Ausbildungsplätze anzubieten. Sie erinnerte daran, dass es in der gerade laufenden Umfrage zum iGZ-Mittelstandsbarometer kompakt um das Thema PDK-Ausbildung gehe und die Mitglieder unter anderem Unterstützungsbedarf anmelden könnten.

Branchenherausforderungen diskutiert

Beim abschließenden Essen diskutierten die Teilnehmer über die aktuellen Branchenherausforderungen und nutzten die Gelegenheit, mit der iGZ-Bundesvorsitzenden und der Regionalkreisleiterin ins Gespräch zu kommen. (JR)