SPD-Kanzlerkandidat referiert zu Arbeitsmarktpolitik

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Werner Stolz

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Schulz: Tarifautonomie ist hohes Gut

„Da, wo es Tarifverträge gibt, sind die Arbeitsbedingungen besser“, betonte Martin Schulz, designierter SPD-Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat, bei der SPD-Arbeitnehmerkonferenz „Arbeit in Deutschland“ in der Stadthalle Bielefeld. Dort stellte er unter anderem seine Ansichten zur Arbeitsmarktpolitik vor.

Kanzlerkandidat Schulz sprach bei der SPD-Arbeitnehmerkonferenz über seine Vorstellungen für die Arbeitsmarktpolitik. Foto: SPD / Susie Knoll

Sichere und gute Arbeitsbedingungen seien nur in Branchen mit hoher Tarifbindung möglich. Darum sei die Tarifautonomie ein hohes Gut, das zu Recht gesetzlich verankert sei. Für Unternehmer müsse klar werden, dass sich Tarifflucht nicht lohne. Er forderte, dass noch mehr Tarifverträge allgemeingültig erklärt werden sollten. „In diesem Punkt stimmen wir Schulz voll und ganz zu“, kommentierte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), die Rede des Kanzlerkandidaten. Die Tarifpartner wüssten am besten um die Realität innerhalb einer Branche. Daher mache es Sinn, dass die Sozialpartner selbst die maßgebliche Rahmenbedingungen verhandeln. Die Zeitarbeitsbranche sei zu beinahe 100 Prozent tarifiert.

Lebenslanges Lernen

Schulz ging zudem auf den sich wandelnden Arbeitsmarkt ein. In diesem Zusammenhang nannte er Fort- und Weiterbildung ein „Arbeitnehmerrecht“, das gerade in Zeiten wachsender Digitalisierung immer wichtiger werde – nicht nur um in Beschäftigung zu kommen, sondern auch um dort zu bleiben. „Lebenslanges Lernen steht auch in der Zeitarbeit auf der Tagesordnung“, betonte Stolz. Jüngst habe der Verband den „Prozess der Personalentwicklung in der Zeitarbeit“ zu Papier gebracht. Dieser unterstütze iGZ-Mitglieder dabei, den Weiterbildungsbedarf der Mitarbeiter zu identifizieren, durchzuführen und zu dokumentieren. (ML)

Die vollständige Rede gibt es im Youtube-Kanal der SPD.