iGZ-Bundeskongress 2017 in Bonn

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Lüerßen: Digitalisierung nutzen

Auf die Zukunft der Zeitarbeitsbranche ging Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk & Hossenfelder GmbH, in seinem Vortrag auf dem iGZ-Bundeskongress ein. Dabei betrachtete er insbesondere den Aspekt der Digitalisierung. Diese sei „viel mehr als nur ein Werkzeug“.

Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk & Hossenfelder GmbH, referierte zu den Herausforderungen der Digitalisierung.

„Es ist eine Stärke der Zeitarbeitsunternehmen flexibel zu sein. Aber es gibt keine Innovationskompetenz“, beschreibt er seine Beobachtungen. Kandidatenmangel und steigender Rekrutierungsaufwand seien zunehmende Probleme. Sofern aber die Auftragslage gut sei, würden sich die wenigsten Zeitarbeitsunternehmen um diese Herausforderungen kümmern. Lüerßen betonte die positiven Aspekte der Digitalisierung. Würden die Unternehmen diese in ihre Prozesse einbinden, könnten sowohl sie selbst als auch die Kunden profitieren. Die Digitalisierung biete einen Zeitgewinn, einen hohen Komfort sowie einen Preisvorteil.

Veränderungen in der Rekrutierung

Veränderung bedeute auch für die Zeitarbeitsunternehmen sich neu zu strukturieren und sich neu zu positionieren. Im Bereich der Marktsegmentierung sollten Zeitarbeitsunternehmen sowohl ihre Kundensegmente in den Blick nehmen als auch ihre Kandidaten. Veränderungen in der Zeitarbeitsbranche würden in der Rekrutierung und im Kundenzugang stattfinden. Klassiker wie Stellenbörsen, Bewerbermanagement-Systemen und Multi-Posting würden durch neue Aspekte ergänzt. „Es geht nicht nur um das 'Was', sondern auch um das 'Wie'“, erklärte Lüerßen. Referenzen und Bewertungen würden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Außerdem sei Automatching ein Konzept der Zukunft.

Zukunftsfähigkeit überprüfen

„Sie müssen Hürden für Kunden und für Kandidaten abbauen. Es gilt so schnell wie möglich in Kontakt zu treten.“ Unternehmer sollten sie sich fragen, ob die Systeme, die sie nutzen, noch zukunftsfähig und marktgerecht seien. Lüerßen erwartet bei den Zeitarbeitsfirmen der Zukunft andere Steuerungskennzahlen, höhere Datenqualität bei Profilen sowie eine steigende Bedeutung von Daten- und Prozess-Kompetenz auf der Führungsebene. Generationenvielfalt der Mitarbeiter sieht er als Chance. (AA)