BDA-Präsident fordert Wochenhöchstarbeit statt Tageshöchstarbeit

Werner Stolz

  • Bundesvorstand
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Kramer: Arbeitszeitgesetz lockern

Das Bedürfnis nach flexibler Personalplanung ist bei deutschen Arbeitgebern ungebrochen. Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), forderte deshalb eine Lockerung des Arbeitszeitengesetzes. „Es sollte zum Beispiel möglich sein, auch einmal über zehn Stunden hinaus zu arbeiten und den Ausgleich hierfür an anderen Tagen zu nehmen“, erläuterte Kramer.

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), forderte eine Lockerung des Arbeitszeitengesetzes.

Es gehe dabei nicht darum, die Arbeitszeiten pauschal zu verlängern, sondern sie flexibler auf die Wochentage verteilen zu können. Dafür sei eine Anpassung von einer Tageshöchstarbeit auf eine Wochenhöchstarbeit sinnvoll. „Wir können nicht mit den Regulierungen der dritten industriellen Revolution die Wirtschaft 4.0 regulieren“, zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Personalbedarf abhängig von Auftragslage

„Kramers Forderung muss auch ein klares Signal für die Bundesregierung sein“, stärkte ihm Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), den Rücken. Eine schnelllebige Wirtschaft zeichne sich dadurch aus, dass sich Auftragsspitzen und schwächere Phasen ständig abwechseln. Betriebe müssten die Möglichkeit haben, darauf auch mit Blick auf das beschäftigte Personal zu reagieren.

Einschränkungen der Zeitarbeit kontraproduktiv

Die geplanten weiteren gesetzlichen Einschränkungen der Zeitarbeit seien deshalb kontraproduktiv. „Wenn die Bundesregierung tatsächlich eine Höchstüberlassungsdauer beschließt, nimmt sie den Unternehmen die nötige Flexibilität, um in der schnelllebigen Wirtschaft mitspielen zu können“, stellte Stolz klar. (ML)