CDU-Wirtschaftsrat kritisiert politische Einschränkung der Zeitarbeit

„Jetzt muss mal die Wirtschaft dran sein“

„Es ist an der Zeit, dass die Unions-Führung ihr Versprechen spürbar umsetzt, dass jetzt mal die Wirtschaft dran ist“, fordert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Die Pläne von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, die Zeitarbeit weiter einzuschränken, seien nicht hinnehmbar.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, fordert ein politisches Umdenken. Foto: Jens Schicke

„Betriebe brauchen Flexibilität, um Auftragsspitzen bewältigen zu können", stellte Steiger klar. Zeitarbeit biete vielen Beschäftigen einen Wiedereinstieg und habe sich als Brücke in den Arbeitsmarkt gut bewährt. Nahles plant eine gesetzliche Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten sowie gesetzliches Equal Pay nach neun Monaten.

Robuste Entwicklung erforderlich

Im Gespräch mit der NOZ rechnete der CDU-Wirtschaftsrat mit dem Koalitionspartner ab. Zwar gebe sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in seinen Reden „sehr wirtschaftsfreundlich“, Nahles und Justizminister Heiko Maas spulten jedoch ein „wirtschaftsfeindliches Programm“ ab. Die aktuellen Probleme erlaubten aber keine weiteren Belastungen von Unternehmen. Um die Flüchtlingskrise bewältigen zu können, brauche Deutschland eine „robuste wirtschaftliche Entwicklung“. (ML)