Einsatzzeiten analysiert

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Themenseite: Mittelstandsbarometer

Werner Stolz

  • Bundesvorstand
  • Hauptgeschäftsführer

iGZ-Mittelstandsbarometer: Ergebnisse der 11. Welle

„Mehr als ein Fünftel aller Zeitarbeitseinsätze würde zwangsweise abgebrochen, wenn Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles wie angekündigt die Höchstüberlassungsdauer per Gesetz auf 18 Monate begrenzt“, resümiert die Wirtschaftswoche mit Blick auf die Ergebnisse des jüngsten iGZ-Mittelstandsbarometers. Der von der Politik diskutierte Eingriff betreffe damit eine viel höhere Zahl von Zeitarbeitnehmern als bislang angenommen.

Knapp 40 Prozent der Zeitarbeitskräfte sind länger als ein Jahr im Zeitarbeitsunternehmen angestellt.

Denn das iGZ-Mittelstandsbarometer, eine unabhängige Befragung der iGZ-Mitglieder durch das SI Institut, offenbart, dass langfristige Beschäftigungsdauern in der Zeitarbeit ständig an der Tagesordnung sind. Am längsten war die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Zeitarbeitsunternehmen am Stichtag mit 19,22 Monaten bei Facharbeitern, gefolgt von Akademikern (15,19 Monate) und Helfern (13,18 Monate).

Einsatzdauern

Dementsprechend verhält es sich mit den Einsatzdauern beim Kunden. Im Facharbeiterbereich sind 23,3 Prozent der Beschäftigten länger als 18 Monate im selben Kundenbetrieb tätig und wären somit von der Höchstüberlassungsbeschränkung betroffen. 14,3 Prozent sind sogar schon länger als zwei Jahre im Kundenbetrieb. Im Helferbereich sind es 21,5 Prozent (18 Monate) bzw. 17,3 Prozent (24 Monate), im akademischen Bereich sind es 17,9 beziehungsweise 14,1 Prozent.

„Das kann die Politik nicht wollen“

„Eine 18-Monats-Höchstüberlassungsgrenze in der Zeitarbeit fördert die Arbeitslosigkeit und verringert die Flexibilität der Kundenunternehmen. Das kann die Politik nicht wirklich wollen“, zitiert die Wirtschaftswoche angesichts dieser Zahlen iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz.

Unbefristete Vollzeitbeschäftigung

Zeitarbeit bedeute für die Arbeitnehmer in den allermeisten Fällen eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung, bei der dieselben arbeitsrechtlichen Vorgaben gelten wie für andere Beschäftigung auch, betont Stolz. 84 Prozent der Verträge seien unbefristet. Knapp die Hälfte der Zeitarbeitskräfte sei in Kundenunternehmen der M+E-Branche überlassen. (ML)

Die Ergebnisse stehen im Anhang zum Download.