Firmen ist Flexibilität wichtiger als Kosten

Flexibilität Hauptargument für Zeitarbeitseinsatz

Durch das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) dürfen Zeitarbeiter künftig nur noch maximal 18 Monate in einem Betrieb am Stück eingesetzt werden. Die Westfalenpost sprach dazu mit einem iGZ-Mitglied in Lippstadt. Dabei betonte Christoph Busch, Geschäftsführer des Zeitarbeitsunternehmens Avitea, dass die Flexibilität für die Unternehmen besonders wichtig sei. Seine Kunden seien in erster Linie Industrie-Unternehmen.

Diese würden deshalb die Zeitarbeitskräfte in der Regel auch nicht nach Ablauf der 18 Monate übernehmen, sondern neue Kräfte anfordern. Der gleiche Lohn gelte nach dem neuen AÜG bereits nach neun Monaten. Als iGZ-Mitglied zahlt Avitea die ersten Branchenzuschläge bereits nach wenigen Wochen. Wie viel die Zeitarbeitskräfte kosten spiele für die Kundenunternehmen aber nur eine untergeordnete Rolle. Ihnen sei es wichtiger flexibel zu bleiben. Diese Flexibilität ginge mit einer Festanstellung bei Erreichen der Höchstüberlassungsdauer verloren. Besonders nach Krisenzeiten oder bei Auftragsspitzen könne mittels Zeitarbeit die Zahl der Mitarbeiter flexibel aufgebaut werden.

Zeitarbeit als Recruiting-Instrument

Der Zeitarbeitsunternehmer sieht das positiv, so die Westfalenpost. Denn so bekämen auch Menschen mit Vermittlungshemmnissen die Möglichkeit in Arbeit zu kommen. Und wenn es gut passe, übernähmen die Kunden die Zeitarbeitskräfte schon nach wenigen Monaten in die Stammbelegschaft. Zeitarbeit sei daher auch „ein sehr gutes Recruiting-Instrument“, so Busch. (AA)