Ingo Kramer fordert flächendeckende Aussetzung der Vorrangprüfung

BDA: Zeitarbeit für Flüchtlinge vollständig öffnen

Der Chef der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, fordert die vollständige Abschaffung des Beschäftigungsverbots für Flüchtlinge in der Zeitarbeit. „Diese Brücke in Beschäftigung müssen wir auch für Geflüchtete öffnen“, sagte er der Deutschen Presseagentur. Außerdem setzt er sich für eine flächendeckende Aussetzung der Vorrangprüfung ein. Seit August ist die Vorrangprüfung für Flüchtlinge in 133 von insgesamt 156 Agenturbezirken der Bundesagentur für Arbeit für drei Jahre ausgesetzt.

Ingo Kramer, Arbeitgeberpräsident. Quelle: BDA

„Wer als Flüchtling lange oder sogar für immer bleibt, muss auch zügig die Chance auf Arbeit bekommen,“ betont Kramer die Bedeutung der Rahmenbedingungen für die Integration. Die Betriebe sind laut Arbeitgeberpräsident sehr bemüht. „Klar war immer: Die Integration ist ein Dauerlauf, kein Sprint – eine fremde Sprache und wichtige Qualifikationen lernt niemand über Nacht“, äußerte er sich in Bezug auf die Flüchtlinge.

Erste Erfolge

Deutschlands Arbeitgeber beobachten bereits erste Erfolge bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. „Wir sehen auch, dass die Verbesserungen des Integrationsgesetzes wirken: Immer mehr Geflüchtete schaffen den Sprung in Bildungsmaßnahmen, Ausbildung oder Beschäftigung“, hebt der Chef des Arbeitgeberverbandes BDA hervor. Trotzdem seien weitere Anstrengungen nötig. (AA)