KONTAKT

iGZ-Bundesgeschäftsstelle
Erphostraße 56 | 48145 Münster
Tel. (02 51) 9 81 12-0
Fax (02 51) 9 81 12-29


iGZ-Hauptstadtbüro Berlin
Schumannstr. 17
10117 Berlin
Tel. (030) 280459-88
Fax: (030) 280459-90

info@ig-zeitarbeit.de

Kauder unterstützt Mindestlohn-Branchentarif für Zeitarbeitsfirmen

15.01.2010

iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian plädiert bei Maybrit Illner für Branchenmindestlohn

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) unterstützt einen Branchentarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen. Voraussetzung sei allerdings, dass alle Gewerkschaften der Branche am Verhandlungstisch säßen, sagte Kauder am Donnerstag in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".

Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit
Ariane Durian (r.) forderte den Branchenmindestlohn, Volker Kauder (l.) sagte Unterstützung zu.

Zugleich machte sich Kauder dafür stark, dass sich der Staat aus der Lohnfestsetzung heraushält. "Meine Idee ist, dass wir zunächst einmal dafür sorgen müssen, dass Tarifpartner die Löhne machen. Nur dort, "wo die Tarifpartner nicht mehr stark genug sind", gebe es die Möglichkeit, über gesetzliche Maßnahmen etwas zu machen.

Branchenmindestlohn gefordert

Einen Mindestlohn für die Branche hatte zuvor die Vorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Ariane Durian, gefordert. Die Vorgänge bei der Drogeriekette Schlecker, die Mitarbeiter zu deutlich geringeren Löhnen in eine eigene Zeitarbeitsfirma "ausgelagert" hatte, seien "ein Zeichen dafür, dass wir einen Branchenmindestlohn brauchen".

Lücke schließen

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht Schlecker nicht als Einzelfall. Diese Vorgänge gäbe es "leider bei sehr vielen Unternehmen", wo Leiharbeiter auch als Druckmittel gegen Festangestellte benutzt würden. Der Gesetzgeber müsse die Lücke wieder schließen, "wo Scheintarifverträge mit Scheingewerkschaften geschlossen werden". Diesen "Job" hätten auch die Sozialdemokraten "falsch gemacht".

Per Verordnung umsetzen

Er gehe allerdings davon aus, dass die schwarz-gelbe Koalition einen Branchentarif für Zeitarbeit nicht unterstützen werde. Die Koalition müsse einen ausgehandelten Mindestlohn "per Verordnung umsetzen, damit er gilt", sagte Gabriel. Genau das aber hätten "die in der Koalitionsvereinbarung ausgeschlossen' (dpa).

Sendung verpasst? Hier geht´s zum Videostream:

Maybrit Illner